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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 159

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 159)
Language
German
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155 dem Memorbuche das Sterbejahr des auf dem Titelblatte des אני בלב erwähnten Vorstehers Isak Rotschild nachzuweisen (S. 29 A. 3 vgl. Lewysohn Epitaphien S. 77 und betreffs Mendel Rothschild dessen Gutachten in Resp. Or neelam No. 29), obzwar die mit Bestimmtheit vorgetragene Vermutung Lewysohn’s noch sehr der Bestätigung bedarf. — Der ״gelehrte Josef b. Elia“ (S. 30), der 1631 als Arzt angestellt wurde, ist kein Geringerer, als Joseph del Medigo, (vgl Grätz Gesch. 9, S. 162 A., Geiger jüd. Zeitschr. 9, S. 105). Von der Mitte des 17. Jahrh. an wirkten zumeist Männer in Frankfurt, welche auch in der Literatur einen bedeutenden Namen sich erworben haben. 1632 wurde Sabbatai Hurwitz gewählt, der in dem Geiste seines Vaters lehrte und lebte. Seine Anschauungen und Erfahrungen lernen wir, wie aus seinem Hauptwerke, auch aus seinem Testamente kennen, ln seinem Entwürfe einer Stufenfolge und Methode des theologischen Studiums (No. 25, 26), in welchem er seine Commentarien zu Tur und Alfasi erwähnt, ist die Aeuszerung, dass derjenige, der sich die Kenntniss der Kabbala nicht aneigne, kein gottesfürchtiger Mann sei, charakteristisch. Es ist das Gefühl, dass ohne lebendiges Gottesbewusztsein und ohne die innere Intuition des Glaubens wahre Religiosität nicht möglich sei, das in derselben sich ausspricht Dem Rufe nach Posen war er bereits 1641 gefolgt (s. Approb. zu תקוני שבח Commentar von Jakob Halevi Ed. Prag)1); über seine weiteren Lebensverhältnisse vgl. auch Gastfreund, die Wiener Rabbinen S. 56—59. — Die Mitglieder des 1641 ernannten Rabbinatscollegiums (S. 34) sind sonst zumeist unbekannt geblieben, von Arweiler erfahren wir, dass derselbe im J. 1672 noch thätig gewesen ist (s. Grünh. טוב רואי N°. 32). In groszem Ansehen stand damals der junge, aber auch früh verstorbene Talmudgelehrte R. Meir Schiff. In den aus seinem Nachlasse veröffentlichten Erläuterungen zu mehreren talmudischen Tractaten ist zwar im Allgemeinen die discussive Methode, bei welcher Schwierigkeiten und Widersprüche, die oft mehr künstlich hervorgesucht, als sie in Wirklichkeit vorhanden sind, auf ebenso künstliche Weise wieder behoben und ausgeglichen worden, vorherrschend, aber wir begegnen in denselben auch vielen kurzen, einfachen, treffenden Bemerkungen, die uns zeigen, dass es ihm zunächst um eine klare und richtige Auffassung des Textes zu thun war, in der er auch seine eigenen Wege gieng und sich nicht von älteren Autoritäten abhängig machte2) Er J) Die Ed. princ. erschien nicht vor 1641, von welchem Jahre die Approbationen datirt sind. Die Vorrede des Commentators hat das Jahresdatum ריוש׳נה• Am Schlusze der Festgedichte desselben (Bg. II Bl. 3) erscheint die Zahl בש׳מו הגד׳ול ל'(£*ק• Am Ende des Werkes bemerkt er, dass er dasselbe im J. חב׳א די?'ק vollendet habe. Die Ausgaben ליושנה un^ ת׳ג bei Benjakob (thes. p. 670), die demnach sich als identisch erwiesen, sind überhaupt nicht vorhanden. Danach ist auch Zuuz z. Gesch. S. 301 No 24(3 zu berichtigen. 2) In den beiden umgekehrten ״Nun“ (סימניוח Sab. s Lurja z. St.) erblickt er einfache Inclavationszeichen. Ketub. 13 a erklärt er eine

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