Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 148)
- Language
- German
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144 wodurch das Thema מהנח in anderer Form wieder aufgenommen wird. — Auch die Zusäze zu M. 3, 6—9 befinden sich, wie der Verfasser S. 33 richtig bemerkt, nicht an dem Orte, an welchem wir sie nach der in der Mischna gegebenen Ordnung zu suchen hätten. Er erklärt dies jedoch aus einer durch Unachtsamkeit entstandenen Versezuug, die einfach durch Einreihung jener Zusäze an die ihnen zukommende Stelle zu beseitigen sei, währenddem es bei einer näheren Untersuchung der betreffenden Mischna-Partie sich ergiebt, dass derselben durch eine jüngere Hand ein anderer Plaz, als der, den sie früher eingenommen hatte, zugewiesen worden ist. i >ie alte Reihenfolge der in dieser Partie und in c. 4 und 5, die hier mit in Betracht genommen werden müssen, enthaltenen Halacha’s hat eben in der Tosefta noch ihre Spuren zurückgelasseu, die uns bald den richtigen Sachverhalt erkennen lassen. M. 3, 6—9, die eine besondere Gruppe von Halacha’s bilden, hatte ursprünglich zwischen c. 4 und 5 ihren Plaz und hat seine jezige Stellung blos dem Ausdruck ,מחנדי in M. 8 zu verdanken, ln dieser selbst waren die einzelnen Halacha’s in folgender Weise aneinandergereiht: IV, 1, 2, 3 (Tos IV, 5—9); 10, 11 (dazu Al. 9, 10 durch das Motiv ללון בעיר niit einander verbunden); 8b (. . . עגולות ^azu Al. 11); V, 7 (dazu Al. 12—16, lezteres in der vom Verfasser emendirten Fassung); IV, 7, 8a (dazu Al. 16); 9 (dazu Al. 17); 4, 5, 6 und wie bereits bemerkt III, 6—9 (den Anknüpfungspunkt bildete ר' אליעזר אומד IV, 5, Zusäze Tos. c. 5J; V, 1 (dazu Tos. VI, 1—9); 2, 3 (dazu Al. 9 und 10; für מגדלין ist vielleicht מובדלין zu lesen); 4b (. . . היה מדוד dazu ai. 11,12, 13a (bis במישור); 4a (dazu 13b 5;(אחר—מודד (dazul3c und c. VII Al. 2)1); 8, 9 (dazu 7, 3); 6 (dazu Al 4). Wir würden so noch weiter fortfahren können, um zu zeigen, dass auch in den folgenden, noch an gröszerer Verwirrung leidenden Kapiteln der Toseftadiese bei einer Reconstruction der ursprünglichen Ordnung der Mischna sich in vielen Punkten beheben läszt, wollen dies jedoch wegen der weitläufigen Erörterungen, zu denen dies führen würde, unterlassen und blos im Allgemeinen bemerken, dass mit der Untersuchung der Tosefta hinsichtlich der Zusammensezung ihrer Bestandteile die kritische Sichtung der Mischna, die ja das Product mehrfacher Ueberarbeitung ist, Hand in Hand gehen musz. Soweit Herr Schwarz diese unterlassen hat, ist er in seinen Vermutungen fehl gegangen; der Wert der inhaltlichen Berichtigungen auf Grund einer von genauer Kenntniss des halachischen Details unterstüzten sorgfältigen Analyse der einzelnen Lehrsäze wird indess dadurch nicht beeinträchtigt. Recht beachtenswert ist die S. 114 nachgewiesene LA. כלי א פוט נ י (H> 7 b), durch weiche die ganze Stelle erst einen passenden Sinn erhält, nur ist die Ableitung dieses Wortes von d7co&!,v6ü) nicht annembar, es stellt, wie bereits hinsichtlich anderer Stellen, in denen es vorkommt, gezeigt wurde, das griech. q>urv7j dar (s. Jahrb. 5, p 131). J) Dass VII, 1 hier den Zusammenhang unterbricht, bedarf keines Beweises; es ist ein der jezigen Ordnung der Mischna entsprechender jüngerer Zusaz, der zu III Al. 14 gehört.