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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 140

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 140)
Language
German
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136 beschluss erwirkt habe. — Audi die Controverse über die von dem Proselyten zu beobachtende Sabbatruhe (S. 22) steht nur in zufälliger Beziehung zn den Zeitverhältnissen. Es musste, da er durch das pentateuchische Gesez Ex. 20, 10 dazu verpflichtet erscheint, in dem Lehrhause darüber verhandelt werden, ohne dasz ein äuszerer Anlasz dazu vorhanden zu sein brauchte. Dasz über das Verhalten der Proselyten am Versöhnungstage keine Bestimmung getroffen wurde, erklärt sich einfach daraus, dasz der Wortlaut der biblischen Vorschrift keinen Anhaltspunkt für eine solche darbot. Ueherhaupt galt es als feststehender Grundsaz, dasz alle pentateucliischen Geseze, die nicht ausdrücklich blos an das Volk gerichtet waren, auch für Proselyten Verpflichtungskraft hatten, vgl. Sifre I, 39 a, Mechilta zu Exod. 12, 19, Ed. Weiss p. 14 und Note ת das. 21. מאטר חבית האב לבנו עשיתי אנכי יעקב רייפמאנן (Abhandlung über die väterlichen Pflichten von Jakob Reifmann). Petersburg 1881, 8. 93 S. 22. מנחת לכרון ביאורים חדשים על מאה מדברות בספרי קדשינו ע'פ מרה מדרך קצרה . מאה יעקב רייפמאנן (Hundert Bibelstellen, kritisch beleuchtet von J. Reifmann). Breslau 1881, 8. 16 S Der mit einem seltenen kritischen Genie begabte Verfasser dieser beiden Schriften, Herr Jakob Reifmann, dem wir viele auszerordentlich schätzbare teils selbständig erschienene und zum gröszeren Teile in verschiedenen Zeitschriften veröffentlichte archäologische, literarhistorische und textkritische Arbeiten verdanken, legt uns in der ersten derselben eine beachtenswerte Abhandlung über die im Talmud vorgeschriebenen Vaterpflichten vor, währenddem in der zweiten hundert Stellen in den biblischen Schriften bezeichnet werden, welche durch (Immission von Wörtern und Buchstaben Schaden gelitten haben und durch die von ihm conjecturirten Ergänzungen ihre richtige Erklärung finden. Da der Verfasser in der genannten Abhandlung seinen Stoff selbst aus den Quellen zusammenträgt und ihren Inhalt nach seiner eigenen Auffassung darstellt, so findet der Leser in derselben Manches, das nicht so ganz auf der Oberfläche liegt oder doch wenigstens sonst nicht in solch klarer und correcter Form dargeboten wurde. S. 1 erscheint es dem Verfasser auffallend, dass in Sifre 11, 34b dem Nachweise, dass die Schüler auch Kinder genannt werden, noch Belege dafür folgen, dass in derselben Weise der Lehrer auch als Vater bezeichnet wird. Dass eben erst aus 2. K. 2 und 13. mit Sicherheit auf die Bedeutung von □בני הנביאי (2. K. 2, 3) — dasz hier nämlich nicht von wirklichen Söhnen der Propheten die Rede ist — geschlossen werden kann, wird von ihm übersehen. — Die Anm. über ערסא דגדא (S. 4 ff.) ist durch die Bemerkung in Schitta zu Ned. 56a und B. d. Fr. No. 458 zu ergänzen; an ersterem Orte wird das Glücksbett mit dem ״Elia-StuhleM verglichen (vgl über diesen S. 17, wo auch daran zu erinnern wäre, dass die Sitte, einen solchen aufzustellen, bereits

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