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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 138

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 138)
Language
German
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134 5, 1; 7, 2 geht hervor, dass diese in früherer Zeit nicht üblich war. Der Priestersegen bildete ein Glied in der Reihe der täglichen Functionen im Tempel und erforderte ebensowenig eine Benediction als etwa die Dar־ bringung des täglichen Opfers. Da nun in früherer Zeit eine solche nicht gesprochen wurde, und wol auch die Scheu, an den ererbten priesterlichen Bräuchen zu rütteln, eine Neuerung nicht leicht zuliesz, so konnte Elasar b. Schamua es sich wol zum Verdienste anrechnen, dasz er den Priestersegen nie ohne eine vorhergegangene Benediction gesprochen habe. Das Wort באהבה am Schlüsse desselben muss in gleichem Sinne wie in dem Saze עמדו להוסיף אהבה על אהבה (Sifra Ed. Weiss 45 b) verstanden werden. Die Erteilung des Segens war ursprünglich ein freiwilliger Liebesakt Ahron’s (Lev. 9, 22), für welche ihm und seinen Nachkommen ein besonderer Vorzug eingeräumt wurde (Sifra z. St.). Die mit ״der Heiligkeit AhronV‘ bekleideten Priester sollten, dessen eingedenk, den Segen nicht blos pflichtmäszig aussprechen, sondern ihn gleich ihrem Vorfahren als ein aus eigenem Antrieb zu übendes Liebeswerk ansehen. — Wir hätten nun noch auf die litteraturgeschichtliche Einleitung des Verfassers einzugehen, in der er besonders den Charakter der Halachot gedolot untersucht. Der Herausgeber will durchaus die längst als irrig nachgewiesene Angabe Ibn Daud’s, nach welcher dieses Werk im Jahre 740 verfasst wurde, retten. Der oft citirte Gaon Jehuda soll nicht der bekannte Verfasser eines Halachawerkes (s. Jahrb. II, S. 73), sondern der ältere Mar Jehuda sein. Bewiesen wird dies dadurch, dasz in einem Citat in Wehishir מר יהודה genannt wird, wo Hai. gedol. סך יהודאי darbietet. Daran, dasz der Verfasser, der die älteren Schriften entnommenen aramäischen Stücke hebräisch wiedergegeben hat, auch diesen aramäischen Namen hebraisirt habe, scheint der Herausgeber gar nicht gedacht zu haben. Indes hätte eine einfache Vergleichung einiger im Namen R. Jehuda’s mitgeteilten Entscheidungen mit seinen Responsen vollauf genügt, um die Haltlosigkeit jener Hypothese einzusehen. Sie ist ebenso abzuweisen, wie die selbst noch auf dem Titel blatte beibehaltene, fast aus der Luft gegriffene Anname, dasz das Werk Wehishir R. Chefez zum Verfasser habe. Wenn der Herausgeber leztere nur auf positive Gegenbeweise hin aufgeben möchte, so liegt ein solcher, denken wir, wol schon genug darin, dasz auch keine Spur eines diesbezüglichen Zeugnisses vorliegt. Die sämmtlichen Citate aus demselben s. bei Zunz ges. Sehr. III 253, wo zu No. 6 Ascheri Resp. 49, 4 hinzuzufügen ist. Auch in Tos. Sota 39 a sv. 3י scheint שאילתית das B. Wehishir zu bezeichnen (vgl. Zunz No. 7). 20. Die jüdischen Pröselyten im Römerreiche unter den Kaisern Domitian, Nerva, Trajan und Hadrian von Prof. Dr. Grätz (Jahresber. d. jüd. theol. Seminars zu Breslau 1884). 8. 38 S. Die Thatsachen, die in dieser Schrift uns vorgeführt werden, wie die Zeugnisse, durch welche wir von ihnen Nachricht erhalten, sind zwar im

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