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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 134

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 134)
Language
German
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130 schränkte, galten ihm als Gelehrte zweiten Grades (Meg. 26 b), dennoch sollte man nach seiner Meinung es nicht eher versuchen, diesen durch eigene Combination beleuchten und auf vorkommende Fälle anwenden zu wollen? ehe man eine umfassende Kenntniss desselben gewonnen habe, bei der besonders darauf zu achten sei, dass nicht durch verschiedene Wortfassung der überlieferten Säze die Einsicht verwirrt werde1). Die Hauptsache bleibt jedoch die Gewandtheit in der Folgerung und Anwendung (vgl. Berach. 6 a, Erub. 53 a). Demgemäsz sucht er da, wo verschiedene Auffassungen vorliegen, diejenige herauszufinden, gegen die kein Einwand erhoben werden kann (. . . •לפולה איית לה1 פ*רכא לרר Chag. 10 a, Joma 85 b, Meg. 7 a, Git. 83 a). Die Momente, die bei der Betrachtung oder Besprechung eines Gegenstandes in Anschlag kommen können, sind ihm alle gegenwärtig, so dass er aus einem Ausspruche die verschiedenen Voraussezungen, auf denen er beruht, nachzuweisen oder der von anderen aufgestellten Meinung zwei Gründe auf einmal entgegenzusezen weiss (Bab. mez. 63 a ,שמע מיניך מדר' אושעיה תלת; Bab• bat• 2׳ia ש"מ מדרי חייא תלת «• st.; שתי השיבות בדבר Sab. 47a, 122b; Pes. 71a; Kid. 5b, 13b, wo רבא für ר' אשי zu lesen ist). — S. 205 hebt der Verfasser hervor, dass R. Papa sich von seinen Zeitgenossen, die von seiner Gelehrsamkeit nicht viel hielten, manche Zurücksezung gefallen lassen musste. R Papa weist wol aus diesem Grunde auf das Beispiel der alten Tanaiten hin, die persönliche Hochachtung gegen einander bis zur Selbstverläugnung beobachteten (Sab. 51 a). Er selbst nahm zu einer unmaszgehlichen Anname seine Zuflucht, um nicht gegenüber den Besserwissenden in’s Gedränge zu kommen (Berach. 43 b). In der Behändlung der Traditionen, die Unwahrscheinlichkeiten darboten, ergieng er sich in den kühnsten Conjecturen (שדי גברא בעייהו* Beza 28a; Joma 9b), wie auch seine halachischen Auseinandersezungen mehr den Charakter einer dem eigenen Ermessen entsprechenden Zurechtlegung der zur Discussion stehenden *) ליגמר אינש וחדר ליסבר (Ab. sar• 19a? s. jahrb. 11, s. 17 a. wo Raba für Rabba zu lesen ist;) לעיל□ לגרי□ אינש . וא׳עג ךלא יך/^ £או אמר? (ib•)גמרא מרב אחד עדיף כי חיכי רלא ליפלוג לישני (!*>•) Wenn zwischen zwei Lehrern zu wählen ist, von denen der eine dem Schüler viel Wissen einzuprägen sucht, ohne den Wortlaut der Tradition genau festzustellen, währenddem der andere nach entgegengesezter Methode verfährt, so sei ersterem der Vorzug eiuzuräumen (Bab. bat. 21a). Vgl. auch Erub. 21b •למד העת את העם ד א גט ריח בסימני טעמים ו אס בר ה במאי דרמי ליה Raba selbst liesz sich von anderen die Anwendbarkeit tradirter Halacha’s klarmachen, vgl. Sab. 107 b המדורי אסברך לי p? Erub. 56 b בר אףא משיחאה אסכרה לי; Bab• mez. 8b אידי אסכרה לי; *b 33a ר׳ סחורא דאסברן זוהמא ליסטרון (Wer ist vielleicht ר' נחמן בר‘ סחודח zu 'esen vgl. Ned. 22b); ib. 74b ר' אידי אסכרה ניהלו; Kid. 9b; Sota 39b תך אהינא אסכרה לי; chui. 48a רבין בר שבא אסכרה לי; Seb 38a בר אחא מרי אסכרה לי•

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