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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 133

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 133)
Language
German
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129 vgl. zu S. 19B A. 5, Ber. 87b, Erub. 61a) und sie zu einander wie auch zur Mischna in Beziehung brachte und auf discussivem Wege erläuterte (s. Beza 5 a ... א״רי מנא אמינא לה דכחיב וחנן .• וחניא.• . טעמא יכי הימא . . .)» räumte ihnen gleiche Autorität wie der Mischna ein, so dass er ihrem Zeuguiss gegenüber die in der Mischna als allgemein hingestellte Ansicht nur als Ausdruck einer Einzelmeinung gelten liesz, welche weiter nicht zu beachten sei (s. Succa 19 b). Conjecturale Interpretationen der Halacha pflegte er durch Beibringung deutlicher Belege aus Mischna und Baraita’s, aus welchen das Richtige deutlich zu ersehen sei, abzuweisen (חנאי שקליח מעלמא Sab. 58 b und Parallelst.). Widersprüche in der Mischna führte er darauf zurück, dass der Verfasser derselben an dem einen Orte die Meinung des einen Autors und an einem auderen die eines zweiten zum Ausdruck gebracht habe (רבי היא ונסיב לה אליבא דתנאי R• hasch. 7b und Parallelst.). Für die religiöse Praxis galten ihm die Festsezungen Rab’s und SamuePs gegenüber anderen Traditionen als maszgebend (s. Ber. 83 b; Bab. mez. 29 b). Auch die Entscheidungen anderer Amoräer empfahl er zu besonderer Beachtung, wenn sie auf diese Autoritäten sich zurückführen lieszen oder allgemeine Anname gefunden hatten (vgl. Berach. 36 b nach Cod. m. נקוט דר' כהנא בידך דדייק וגמיר שמעתא מסומיה דרב ושמואל; Succa 45b נקוט דרבה בר בר חנה בידך דכולהי אמוראי קיימי כווחיה; ib. 47 b נקוט דרי יוחנן בירך דמרי דשמעחחא מני ר' יהודה בריה דך שמואל ברשילת ׳משמיה דרב); Meg, 18b... נקוט דר' ביבי בידך רשמואל הוא)• — Abaje (S. 197 ff.) pflegt ebenso wie R. Josef seine Meinung aus Mischna und Baraita herzuleiten (Ber. 25 a, Sab. 11b; ib. 66 a, Pesach. 27 a . . . אמינא לה ך) und etwa nach Art R. Jochanan׳s in den Aussprüchen verschiedener Autoren den gleichen Grundgedanken nachzuweisen (s. Jacob Schor □מאיר עיני חכמי fÖ b) oder aus verschiedenen Halaeha’s die gleichartigen Elemente zusammenzufassen (s. Sab. 138 a). So rigoros er sich zeigt, indem er aus tradirten Aussprüchen neue Bestimmungen ableitet (s. Schor a. a. 0. 18a und die mit לייט עלך, א3יי beginnenden Säze Kid. 33 und Parallelst, vgl. auch Joma 77 b), will er doch präservative Maszregeln nicht auf unwahrscheinliche Eventualitäten ausgedehnt wissen (s. Erub. 63 b u. a. St.). Auch unter der Formel ״Weil wir gerade darauf zu sprechen kommen, wollen wir doch etwas darüber sagen“, pflegt er den Halacha’s neue Erschwerungen kinzuzufügen (הואיל ואהא לדידן ממא בה מילתא Sab. 81 b, Beza 16 a, Bab. kam. 89 a u. a. St.). — Raba (S. 200 f.) galt seinem Lehrgenossen, dem bedenklichen Abaje, gegenüber als scharfsinnig (חי-יפא סכיניה Jeb. 122 a, nach der LA. in Resp. Ascher b. Jechiel 18, 10; Chul. 77 a), doch wollte er nicht, dass zu Deutungszwecken die Schriftverse ״mit scharfem Messer durchschnitten“ werden (Bab. bat. 111; Menach. 74; in Arach 26 a wird das Gleiche auch von Abaje Rabba gegenüber geltend gemacht), wie überhaupt in seinen Auslegungen eine den grammatischen Wortsinn berücksichtigende Auffassungsweise zu bemerken ist. Diejenigen, deren Halachastudium sich bios auf die Aneignung des tradirten Lehrstoffes be- 9

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