Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 132)
- Language
- German
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— 128 — Rechtscodex (s. S. 164) ist noch ein Saz vorhanden (Bab. kam. 4 a תני קך^א ארבע אבות נזיקין הך)» der wahrscheinlich den Anfang dieses Werkes bildete, Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Bab seine Erklärung □מבעה ץך־ן אך (ib. 3 b) demselben entnommen hat. — R. Nachman b. Jakob S. 177 war der Sohn eines Gericktsschreibers in Nakardea. An öffentlich proclamirte Entscheidungen, die er daselbst als siebenjähriges Kind vernommen hatte, konnte er sich später noch recht gut erinnern (s. Bab. mez. 16 b). Er suchte nicht nur Aussprüche seines Lehrers Samuel, sondern auch die Meinungen Rab’s und zwar auch in Fällen, in denen er dieselben nicht acceptirte, zu begründen (s. Bab. kam. 106 a). Für Lehrsäze, die ihm nicht genügend begründet zu sein schienen, hatte er überhaupt kein Interesse (s. bab. bat. 136 a). Er nahm keinen Anstand, Rab’s Meinung gegenüber der Ansicht Samuels zur Norm zu erheben, selbst wenn scheinbar der Wortlaut der Mischna für leztere sprach, weil er bei tieferem Einblicke Rab’s Meinung für richtiger hielt (Ketubot 54 a). Im Allgemeinen wollte er es so gehalten wissen, dass in Nahardea, dem einstigen Wohnsize Samuels, und in dem Umkreise dieser Stadt, dessen Entscheidungen maszgebend seien und ebenso die Entscheidungen Rab’s in den zu dessen Lehrkreise gehörenden Ortschaften (Ketub. ib., bab. bat. 153 a). Uebrigens wiederrief er selbst seine frühere Meinung, wenn er nachher Gründe fand, die die entgegengesezte Ansicht als die richtige erscheinen lieszen (s. Erub. 16 b; 64 a), wie er auch die Rücksicht auf das Ansehen des Gerichtes nicht gelten liesz, wenn dieses ein irrtümliches Urteil gefällt hatte und für die Aufhebung desselben maszgebende Gründe vorhanden waren (bab. bat. 31b). — R. Scheschet (S. 181) sagt zwar von sich selbst, dass er in Gemeinschaft mit R. Chisda seinen Scharfsinn übe (s. Berach. 48b vgl. über den Ausdruck מהררי[ לה לזה בהלכה Sab. 63a und Taanit 7 b), aber er fand doch an der Methode der Pumbaditaner ״einen Elephanten durch ein Nadelöhr zu ziehen“ kein Wolgefallen (Bab. mez. 38b). Er pflegte Fragen aufzuwerfen und sie selbst zu beantworten (Erub. 31a). ״Ein Mann, hart wie Eisen״ nannte man ihn wegen der oft in Heftigkeit ausartenden Energie, mit der er die von ihm als richtig erkannten Ansichten vertrat (vgl. auch Berach. 49 a ״er hob seinen Hals wie eine Schlange empor“). — S. 182 weist der Verf. darauf hin, dass R. Huna in seinem Studium sich seinen Lehrer Rab zum Vorbilde genommen hat. Dasselbe gilt auch von dessen Lebensgewohnheiten (s. Nedar. 49 b). Bemerkenswert ist auch, das R. Huna auffällige Consequenzen, die sich aus der Halacha der Mischna ergeben, durch den Nachweis, dass diese nur als Aussprüche einzelner Autoren an- Zusehen seien, zu erklären sucht. Beispiele hiefür sind: M. kat. 2a ,א״רך אליעזר בן יעקב הוא; jvR. hasch. 1, 7 א״ר חונה מאן חנא מפריחי יונים ד׳ ליעזר; b. Joma 14b הנא תמיד ר״ש איש המצפה הוא; ib• 16a מאן תנא מרות רא״בי הוא; *gi- Ned. 82a כולה פרקין ר' יוסי היא; Sab. 15a ככוליה פרק־ן הלכה כב״ה; בג' מקומות נחלהו שמאי והלל (Berach. 52 b). — R. Josef (S. 191 ff.), dem eine reiche Kenntniss von Baraita’s zu Gebote stand, auf welche er seine Lehrmeinungen stüzte (... מנא אמינא לה דחניא