Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 131)
- Language
- German
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127 ור' יוחנן אמרו דבר אחד; j• Erub. 8, 8 p ר' יודן ור׳ יוסי ור' חנניה עקביה אמרו דבר אחד (vgi. b• Erub. 88 b); j. bab. kam. 4, x 'ר' יודה ור שמעון שניהן אמרו רבד אחר; Sab. 94a בן בתירא ור' נתן אמרו דבר אחד; bab. mez. 47b ר' רומא ור' ישמעאל אמרו דבר אהך; nm. 27b ר״ש יראב״י אמרו דבר אחד• Für lezteres sei auf folgende Beispiele verwiesen: ושניהם מקרא אהד דרשו (Sab. 117b, R. hasch. 8a, Beza 15b, Jona 60a, j. Joma 5, 5, 7); וכולך מקרא א' דרשן (Meg. 19 a) u. a. St. Dieser Methode gemäsz weist R. Jochanan auch auf Analogien der halachischen Controverse hin (vgl. Sab. 126a .. . במחלוקת באן כך מחלוקת בנגרר.j• Kiiajim 5,2 כשם שהן חלוקי! כאן כך הם חלוקין •)• — An R• Simon b. Lakisch hebt der Verfasser (S. 84) mit Recht hervor, dass seine Lehrweise ganz der babylonischen Methode entsprach. Er besasz daher eine besondere Verehrung für R. Chija (j. Ketub. 12, 3), betonte es in einer geschichtlichen Betrachtung (Succa 20a), dass durch babylonische Einwanderer und zulezt durch R. Chija das Gesezstudium neubegründet wurde und machte, als R Kahaoa aus Babylon kam, R. Jochanan besonders auf ihn aufmerksam (Bab. kam. 117a, s. Rabbin. z. St.). Er ist daher ein entschiedener Gegner jener Richtung, bei der es blos auf das Einlernen der Halacha’s ankömmt, ohne dass ein eigentliches Studium derselben damit verbunden wird (Meg. 28b). — Sehr richtig bemerkt der Verfasser (S. 90), dass R. Elasar b. Padath bei einem offenbaren Widerspruch eine Verwechslung der Namen in der Mischna vermutet. Da er groszen Wert darauf legte, dass jeder Ausspruch unter ausdrücklicher Nennung seines Autor's gelehrt werde (S. 86), so wird er wol auch darauf besonders geachtet haben, dass die Namen derselben in der Mischna genau angeführt werden. In einem Bescheide an die Babylonier (Beza 16 b) rectificirt er eine Stelle ihres Misehnatextes, in welchem eine irrtümliche Verwechslung derselben stattgefunden hatte. — Bezeichnend für R. Abahus Milde und Nachgiebigkeit (S. 104) ist seine durch eine sinnige Bemerkung unterstützte Lehre, stets zu den Verfolgten und nicht zu den Verfolgern zu gehören (Bab. kam. 93 a). Wie er die halachischen Aussprüche seiner Lßhrer und ihrer Genossen überliefert, so weist er auch zuweilen aus deren Inhalt ihre Meinung über später aufgeworfene Fragen nach, vgl. לדידי מפדשא לי מיניה דר' יוחנן (Ketub. 54 b, 57 a; Git. 87a u. a. st.), לדידי מפרשא לי מיניה דר' יוסי כר הנינא (Sab. 94a, bab. mez. 105 a). — Dafür, dass R. Jose jünger war als sein Genosse R. Jona (S. 113), spricht auch der Umstand, dass dieser noch Lehrsprüche aus dem Munde R. Jochanan’s vernommen hat (s. j. Joma 1,1). In seinen halachischen Studien tritt die Tendenz, die Aussprüche und Ansichten späterer Autoren in der Mischna angedeutet zu finden, besonders hervor. Die schon von früher gebräuchliche Formel für solche Bemerkungen p מתניתא אמרה ge־ braucht er sehr häufig (vgl. beispielsweise j. Schebiit 3, 5; 4, 6; Bic. 1, 1; Joma 2, 2,3; Meg. 1,2; Sota 1, 2). Aehnliche Hinweise sind תניהו בסוסי (Bic. 2, 6), ולאו מתניתא היא (Maasz. 2, 1), אח אנן נמי תניק (Kil• 2> 3)י זאת אומרת (Taan. 4, 1; Joma 8, 2; Jebam. 1, 1) und dgl. — Von Karna’s