Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 122)
- Language
- German
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118 Die Angabe zu 24, 2 בימי השופטים בל ימי השופטים beruht auf Jud. 2,18,19 (nämlich so lange ein Richter da war, diente Israel Gott und in den richterlosen Zeiten war es abtrünnig). — Ueber die palästinischen Seen (c. 24) vgl. Frankens Mtsschr. 1868 S. 366 ff., wo noch eine weitere Parallelst, nachgewiesen ist. Betreffs des daselbst beigebrachten Beweises für die Beschaffenheit der Welt, dass nämlich die Erde naturgemäsz vom Wasser bedeckt bleiben sollte und die Ansammlung desselben durch einen besonderen Schöpfungsact erfolgte vgl. K. Comm. zu Gen. 1, 2 (bei Sachs התהיח H, p 42). Bekanntlich bildete die darauf bezügliche Frage das Thema des Werkes יקוו המים v♦ Samuel Ihn Tibbon. Es ist gar nicht daran zu zweifeln, dass der von J. T. erwähnte, aber nicht genannte Fragesteller: ״einer der vernünftigen Genossen“ u. s. w., David Kimchi war. — Sehr wichtig ist die S. 78 gelegentlich aus einer Handschrift mitgeteilte Anführung אביסיבירון רציני לומר בן ג בי רול בספר הנק' מקור חיים• Die von Munk nachgewiesene Identität der Namen Avicebeon und Ibn Gabirol scheint in manchen Kreisen als selbstverständlich gegolten zu haben. In seinen Erklärungen folgt K. häufig Ibn Esra, den er auch an manchen Stellen citirt. Dies geschieht auch da, wo derselbe aus der Art schlägt und sich mit unwahrscheinlichen Annamen behilft, wie z. B. 10, 5, wo מרום a^s Vocativ angesehen wird, 9 ,19 פקוך־י von פקדץן und dgl., wie er ja bei aller Sicherheit, mit der er sich auf dem Gebiete der Schrifterklärung bewegt, doch den Eklektiker nie verläugnen kann. Ueber den Text hat das kundige Auge des Herausgebers so sorgsam gewacht, dass nicht einmal ein Druckfehler stehen geblieben ist, nur scheint die Bemerkung zu 22, 17 (p. 68 Z. 1) durch ein Homöoteleuton Schaden gelitten zu haben und ist nach dem Citate bei Salomo b. Melech zu lesen: [כי אס נצא מישות [הערלים נבוא ברשות הישמעאלים ואם נצא מי־שות הישמעאלים נבוא ברשות הערלים• Wir wollten dies nicht unbemerkt lassen, damit nicht etwa auf Grund des defecten Passus vermutet werde, K. habe den Psalmen-Commentar auf spanischem Boden verfaszt, währenddem wir nun eher Grund zu der Anname haben, dass er ihn in seinem Heimatlande geschrieben habe. Aus der Vorrede möge hier die Bemerkung (p. XIV) über die Namen der Herausgeber der Ed. princ. (vgl. d. Epigr. bei De Rossi An. saec. XV No. 5) und das einer Handschrift entnommene Verzeichniss der Familie Salomo Portaleone’s (vgl. Steinschn. H. B. 6, S. 48) hervorgehoben werden. Im Besize dieser Familie scheinen sich manche wertvolle Handschriften befunden zu haben. Im Jahr 1428 kaufte Elchanan b. Menachem P. den bei Bise. p. 346 ff. beschriebenen Pentateuch. Wir können nur mit dem Wunsche schlieszen, dass der schon mehrfach heimgesuchte Psalmencommentar Kimchi’s nun vor dem weiteren Miszgeschicke, im Drucke unvollendet zu bleiben, bewahrt werde.