Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 120

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 120)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2418846-2418857--1259-2420151
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

116 Masze, in welchem man miszt, wird man gemessen, an. Diese selbst ist älter, vgl. auch Ev. Mat. 7, 2 (Leo da Modena 23 צמח צריק b citirt sie im Namen Ben-Sira’s). — Die Erklärung des Ausdrucks מושכי הרוק (Sota 47b, Tos. Sota c, 14) S. 237 ist unrichtig, da רוק unmöglich Cölibat bedeuten kann. Es war woi ursprünglichpyמשה ה (Jes. 18; überliefert vgl. das.משרבו האומרים לרע טוב ולטיב רע• — Die LA. ריש גלוחא der Interpretation Abaji’s (Bab. kam. 102 b s. S. 165) ist, wie aus dem Passus 103) אמר מר ך3׳a) zu ersehen ist, nicht authentisch, daher auch die Erklärung des Verfassers nicht zutrifft. 16. The first book of the psalms according to the text of the Cambridge Ms. Bible Add. 465 with the longer commentary of R. David Kimchi, critically edited from nineteen Manuscripts and the early editions by S. M. Schiller-Szinessy M. A. Ph. Dr. formerly rabbi of the entire jewish community in Manchester. Cambridge, Deighton, Bell & Comp. Leipzig, Brockhaus. 1883. 8. 18 und 130 S. (mit entsprechendem hebräischen Titel.) Dieses Werk hat, obzwar ihm frühzeitig das Glück zu Teil wurde, durch den Druck in die Oeffentlichkeit zu gelangen, gar manche eigenartige Miszgeschicke erfahren. Es war im Allgemeinen noch bis in die neueste Zeit hinein weniger bekannt als alle die anderen Schriften seines Autors. Kimchi war einer der populärsten Exegeten. Seine schlichte, zwanglose, den Inhalt des Bibelwortes klar darlegende Interpretationsweise, die den Leser weder über sachliche noch über sprachliche Schwierigkeiten im Dunkeln läszt und ihn doch ebensowenig durch weitläufige Deductionen ermüdet, als sie durch wortsparerisclie Kürze ihn aufhält oder ganz im Stiche läszt, macht ihn zu einem bequemen Führer für jedermann, der auf dem Gebiete der Schriftkünde sich orientiren will. Seltsamerweise sind seine sämmtlichen Commentare in die gröszeren Bibelwerke aufgenommen worden, nur nicht der Commentar zu den Psalmenג), der in vereinzelten, nicht einmal zum Zwecke des Studiums veranstalteten Ausgaben derselben ein verborgenes Dasein fristete und nur durch einen günstigen Zufall den nach ihm Suchenden zur Hand kam. Aber diejenigen, denen es gelungen war, eine Psalmenausgabe mit Kimchis Commentar aufzutreiben, sahen sich zumeist auch enttäuscht. Wer nicht gerade um einen horrenden Preis eine der alten Ausgaben sich verschaffte oder in den Besiz der längst vergriffenen Ed. Amst. 1724 gelangte, hatte nicht den echten vollständigen Text derselben, sondern eine durch Verstümmlungen und Auslassungen arg verunstaltete Ausgabe in Händen. Es waren nicht blos die christliche Auslegungen widerlegenden Ausführungen, sondern, wie man durch Luzzatto erfuhr (s. Ker. ch. 5, p. 28 ff.), auch sonst gerade die literarisch *) Kaum dass er einmal angeführt wird. Von dort her hat nämlich Abr. Schalom (□ימה שלו bV, 11,196 a) seine Bemerkung über י אשרי und Josef Jaabez in Or hachajim 17 b Epilog No. 11 sein Citat; unter der Formel ובפירוש wird er Oft von Salomo b. Melech. angeführt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.