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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 118

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 118)
Language
German
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114 Gegenmeinung Rabbi’s betraf, wie das in Jalkut I, 219 noch erhaltene Mechiltacitat zeigt, blos den Segensspruch vor dem Genusze der Speise. Der Passus אבל ברכת הזמין מגדלו לה' אתי נפקא in Babli ist offenbar ein späterer Zusaz, dessen Einfügung dadurch, dass die Stammboraita hier in der jüngeren Fassung der Tosefta erscheint, veranlaszt wurde. Da nun für ברכח הןן der Tosefta noch die ursprüngliche Bezeichnung בלכה ראשונה beibehalten wird, obzwar nach dem Wortlaute der daselbst dargelegten Halacha beim gemeinsamen Tischgebete noch ein anderer Segensspruch (בלכת הזמןן) vorangeht, thatsächlich in diesem Falle aber lezterer als ״erste Benediction“ bezeichnet werden konnte, muszten über den Inhalt der Begriffe בלכת לזסון u- בלכה לאשונה Zweifel entstehen. Die Boraita לבלכח למזון שחי□ ישלש deren Sinn an sich unklar ist und durch die Fassung שני□ ושלשה חייב״[ בבלכח דזדמזן noch mehr verdunkelt wird, bezog sich ursprünglich auf die Halacha 'פיעלין שהיו עושין אצל בעל הבית הרי אלו מברכין שתים וב (Tosefta Ber. 2,5; b. Ber. 15a), in welcher die Bezeichnung בלכה ראשונה mit בלכת הזן identisch ist. Hier muszte, da mindestens von drei Personen die Rede ist, die Nichterwähnung von בלכה לזמון auffallend erscheinen. Es wurde daher bemerkt, dass mit Einschlusz derselben in diesem Falle drei Benedictionen vorhanden sind. Der Schlusz jener Halacha ^מבוכיו אלב (s0 auch in Jerusch.; in B. בתיקון) ist; da von הטוב והמטיב hier Überhaupt nicht die Rede ist, bereits im Sinne R. Nachman’s (Berach. 46 a) corrigirt. — In der Bemerkung zu Sab. 55 a ist Sebach. 59 a ff. unberücksichtigt geblieben. — Die Erklärung zu Erub. 59 a (p. 115; ist gegen den Wortlaut der Stelle (״finden sich zusammen bei mir eina, müszte כוללו □הללי שביחי גבי heiszen); die LA. נחוןאי vereinzelt da (s. Rabbin. und Com. R. Chan. z. St. Ar. sv. לסקלתא)* Vielleicht ist dafür נזלאוואל (comp, aus pers. nazd: Nachbar und awar: Herr) zu lesen.—Entschieden abzuweisen ist Aenderung von לתוי לו (S. 138), wie auch die Behauptung, dass תגא (Abot 1, 13) toga bedeute (S. 146) und dgl. — טוט S. 147) entspricht einem Schallbilde (tuten) vgl. pers. tutak (Pfeife). — In der Auseinandersezung zu R. hasch. 3 b (p. 164 ff.) ignorirt der Verfasser, dass für R. Josef der Saz הוא לליוש הוא אלתהששתא als selbstverständliche Voraussezung gilt. Auch kann in der angeblich miszverstandenen Boraita לשנה הבאה unmöglich das nächste Regierungsjahr des Königs bedeuten. — Betreffs der talmudischen Auslegung der Schriftstelle Jer. 23,29 (Suc. 29 b s. S. 178), die die Tosafisten sich nicht recht erklären können, ist zunächst der Umstand nicht zu übersehen, dasz nach derselben das Feuer, mit welchem das göttliche Wort verglichen wird, in den Lichtfunken besteht, die durch den Anschlag des Hammers aus dem Felsen hervorspringen. Unter dem ״Eisen“ des Talmuds ist daher nur der Fels zu verstehen. Sämmtliche Deutungen sind demnach sachgemäsz und es bedarf auch in dem Passus מה פטיש זה מתחלק לכמה נצוצות (Sab. 88b) weder einer Emendation noch einer besonderen Richtigstellung, da wie aus dem Felsen auch aus dem Hammer die Funken hervorgehen, mit deren Feuer in unserer Stelle das Wort Gottes verglichen wird. — Die in Tosafot zu

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