Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 112

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 112)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2418846-2418857--1251-2420143
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

108 dennoch den meisten Gelehrten kaum dem Namen nach bekannt, da das Sammelwerk: Opera Isaaci, in welches sie aufgenommen wurde, äuszerst selten zu finden ist. Ueber den Verfasser ist in neuerer Zeit oft, aber zumeist nur gelegenheitlich geschrieben worden, so dass eine zusammenfassende Dar- Stellung der Nachrichten, die über sein Leben und Wirken vorhanden sind, selbst schon erwünscht sein muss. Der Verfasser hat nun die diesbezüglichen Daten nicht blos an den verschiedensten Orten aufgesucht und sie mit einander in Verbindung gebracht, sondern auch die widersprechenden Angaben geprüft und durch kritisches ßaisonnement das nichtige festzustellen gesucht. Schwierig war schon die Fixirung des Geburtsjahres, da zwar übereinstimmend gemeldet wird, dass Israeli ein Alter von etwa 100 Jahren erreicht hat, aber betreffs des Todesjahres dreierlei von einander sehr verschiedene Datirungen vorliegen. Der Verfasser hat (S. 10—14) mit einleuchtenden Gründen dargethan, dass Israeli noch über das Jahr 903 hinaus gelebt hat, es ist jedoch nicht angänglich, nach dieser in die betreffenden Acren umrechneten Ziffer die bei Ibn*Chasdai und Ibn-Jachja angegebenen Jahreszahlen zu ändern. Isak de Latas (s. auch Magazin für die Wissenschaft des Judentums von Berliner und Hoflmann IV hebr Beilage p. 71) und danach Jacbja haben 4880 m. und da ersterer wol aus Ibn Chasdai geschöpft hat, so wird er daselbst תחף für תח״ק gelesen haben, wonach in של/׳ו ZLl emendiren wäre. (Bei Ibn J. muss man sicherlich דתשיח f• ד״תש lesen.) Wahrscheinlich ist jedoch 968 —) תתי׳ק לחורבן) das Richtige, wonach für 330 d. Hegra 356 gesezt werden müsste. Die beiden Ziffern sind, in arabischen Zahlzeichen dargestellt, einander so ähnlich, dass sie leicht verwechselt werden können Es ist wol bei der Transscription ein Versehen vorgekommen oder ein Zweifel entstanden, wie denn auch Abi Oseibias: 320 d H.נ) nur auf eine Verwechslung von Kaph und Lam zurückzuführen ist. Die richtige ursprüngliche Ueberlieferung lautete auf 356 d* II. (= 968). Zacuto, der Israeli mit Ibn Amran confundirt, hat in seiner dem Verfasser nicht bekannt gewordenen Angabe, dass Israeli 1070 gestorben ist, (s. Juch. Ed. Lond. pag 249 col. 2, wo בינימיר־אן iבן עמראן ״ zu emendiren ist) sich beiläufig um ein Jahrhundert geirrt. Ist, wie mit Recht angenommen werden kann, Isr. 968 gestorben, dann ist für seine Biographie ein chronologischer Ausgangspunkt gewonnen, zu welchem alle sonstigen Daten stimmen, ohne dass man sie künstlich mit demselben in Einklang bringen muss. Es ist somit auch nicht auffallend, dass 344 d. H. 956 als das Jahr, in welchem der Jezira-Commentar verfasst wTurde, bezeichnet wird (vgl. zu Dukes קונטרס הססורח P80 ־ Jahrb. 4 S. 175). — Von besonderer Wichtigkeit ist die durch eine Anzahl neuer und stricter Beweise unterstüzte Darlegung, dass kein anderer als Israeli den auch Dunasch b. Temim und Jakob b, Nissim zugeschriebenen Jezira-Commentar 1). Beim Verfasser S. 11 Z. 1 ist die Zahl 332, durch welche die Unmöglichkeit dieses Datums dargethan werden soll, Druckfehler für 322.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.