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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 111

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 111)
Language
German
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107 11. Pardes David oder Geschichte der jüdischen Aerzte nebst Anführung ihrer Werke von der ältesten Zeit bis auf unsere Tage herauf. Mit Hinzufügung einer gedrängten Literaturgeschichte, Geschichte der Arzneikuude im Allgemeinen, wie sie sich nach und nach entwickelt hat; mit Anführung aller heidnischen, christlichen und mohamedanischen Aerzte, bearbeitet von David Holub. Separat- Abdruck aus dem Haschachar, Jahrg. IX et X. Erster Theil. Wien 1880. 8. 4 u. 110 S. Wir haben den ganzen Titel dieses Buches hiehergesezt, der seinen Inhalt am Besten bezeichnet. Der Verfasser, ein Mann von umfassendem Wissen, dem wir bereits manche verdienstliche Leistung zu verdanken haben, bietet uns hier eine neue Frucht ernsten Studiums und umsichtigen Fleiszes. Dem Fachkundigen bietet es eine handliche Zusammenstellung zerstreuter Materialien und den gröszeren Kreisen, für die es bestimmt, ist werden durch dasselbe Kenntnisse zugeführt, die sonst nicht ohne Mühe zu erlangen sind. Dem Verfasser standen nur wenige literarische Hilfsmittel zu Gebote. Carmoly’s histoire des medecins juifes, die auch in dessen revue orientale aufgenommen ist, ist dem Verfasser nicht zu Gesichte gekommen und von Steinschneiders diesbezüglichen Forschungen scheint er überhaupt nichts erfahren zu haben Das entschuldigt manche Mängel, die unter diesen Umständen nicht in Anschlag zu bringen sind. S. 18 wird der im Talmud genannte Arzt □חודו ohne Weiteres mit dem bei Galen citirten Theudas von Laodicea identificirt, der ein Buch von den Teilen der Medicin geschrieben haben soll und von Galen und Theodosius aus Tripolis heftig bekämpft wurde. Dasselbe vermutet auch Wunderbar, biblisch-talmud. Medicin I S. 24 (vgl. auch Haiperu, Beiträge z. Gesch. d. talmud. Chirurgie S. 9 A. 2). Das Missverständnis, in welchem der Verfasser den c. 413 verstorbenen Pumbaditaner Kahana als Arzt in Tosefta Bab. kam. c. 8 erwähnt findet, habe ich vergebens aufzuklären mich bemüht. Wunderbar (S. 28) verweist auf Sab. 110b. 12. לספר היסודות das Buch über die Elemente. Ein Beitrag zur jüdischen Religionsphilosophie des Mittelalters von Isak b. Salomo Israeli, nach dem aus dem Arabischen in’s Hebräische übersezten Texte von Abraham b. Samuel Halevi Ibn Chasdai aus einer Handschrift der Universitätsbibliothek zu Leyden mit Vergleichung einer anderen der Königl Hof- und Staatsbibliothek in München u. a. M. Zum ersten Male herausgegeben von Dr. Salomon Fried, Rabbiner in Anhalt Bernburg. I. Einleitender Teil. Leipzig 1884. 84 S. 8. Die Schrift Israelis, die der Verfasser in dem folgenden Teile des vorliegenden Werkes herauszugeben beabsichtigt, gehört zu den ältesten Denkmälern der jüdisch-philosophischen Literatur des Mittelalters. Sie ist, obzwar eine lateinische Uebersezung derselben längst gedruckt ist (s. S. 27)

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