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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 101

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 101)
Language
German
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97 wörtlich in dieselbe hiiuingetragen wurden, ist durch directe Angaben bezeugt und auch sonst schon vielfach erwiesen worden. Die Mischna muss wie überhaupt das ganze altrabbinische Schrifttum als ein Palimpsest behandelt werden, bei welchem man die verdunkelte Grundschrift wieder hervorzusuchen und kenntlich zu machen hat. Sie stellt die jüngste Schichte der tanaitischen Haiacha dar, auf deren Boden man nur etwas tiefer zu graben braucht, 11m mit Leichtigkeit beträchtliche Reste älterer Entwicklung entdecken zu können. Die Wurzeln der beiden weitverzweigten Hauptstämme der rabbinischen Wissenschaft, der Haiacha wie der Haggada, ruhen, wie der Verfasser mit Recht annimmt, in dem Schriftworte, an dessen Verlesung sich sofort die Schrifterklärung anreihte, deren Stoff dann zum Inhalte der Tradition sich gestaltete, die in demselben Masze, als sie ihren Zusammenhang mit dem Schriftworte aufgab, demselben entwuchs und ein eigenes Gebiet der Pflege für sich beanspruchte. Wie aus dem Midrasch die Mischna, aus der Schriftdeutung die Gesezeslehre sich entwickelte und die Haiacha auch da, wo sie von ihrem Mutterboden, als welchen wir die Auslegung des Bibelwortes zu betrachten haben, sich losgelöst hat, die Spuren ihres Ursprungs nicht verläugnen kann, zeigt der Verf. S. 5—12 an einzelnen Beispielen. Voile Beweiskraft dürfte gerade der S. 10 angeführten Stelle (M. Sebach. 6, 5) zu vindiciren sein, aus welcher dies ״weniger deutlich, aber doch überzeugend zu ersehen“ sei. In der Vorschrift בא לל לגוף להסיר אה המוראה ואת הנצה ואת בני סעים היוצאים עמה sind offenbar die Resultate zweier verschiedener Erklärungen der Worte מראתו בנצתה (Dev. 1, 16) als geltend angenommen. Der Verfasser, der das nicht zugeben will, laugt in seiner Darlegung derselben bei der seltsamen Anname an, dasz der Passus ואת בני מעי□ היוצאים עמה nur die Erklärung zu dem vorangehenden ואת הניצה bildet, dieses selbst aber, das neben ihr völlig überflüssig erscheint, dennoch auch beibehalten wurde, damit durch dasselbe die Schriftgemäszheit jeuer Haiacha bezeugt werde. Die in Sifra (Nedaba par. 8 Ed. Weiss 9 a) und in Sebach. 65a vorgetragenen Erklärungen der angeführten Bibelsteile lauteu:והסיר אח מוראתה בנצחה זה הזפק יבול יעקור1) בסכין (0• ויטלנו תלמוד לומר בנצחה יטלנה עם הנוצה (נוטל את הנוצה עמה אבא. יוסי בן חנן אומר נוטל את הקרקבנין ע מה) נוטלה ונוטל את קורקבנה S. עמה)• Daraus, dasz in Peschittho und j Targum II. קדקבן als synonym mit יפקא erscheint, geht hervor, dasz nach Abba Chanin לצה Kropf und demgemäsz ,ראי —) מראך) Unrat bedeutet. In der That hat auch die samaritanische Uebersezung ית מרתה בספקה und so auch Abu-Said: לקאטתה2) עם חוצלתה• Nach Nachmani’s Auffassung müszte auch in Onkelos ית זפקיה באלכליה gelesen werden, was auch Ahron b. Elia (Kether 1J Für "יקרי in S. hat Abr. b. David Sifra-Comm. z. St. יעקור oder יקרע• in z. 9 v. u. das. ist והנוצה f* והעצם nnd in z. 7 יהעורף •* יהעור zu lesen, י) Daselbe Wort hat auch j. Targ. II z. St. für Mist. 7

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