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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 90

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 90)
Language
German
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IRI
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86 vielbesprochene Gegenstände sind ja inzwischen auch schon zur Genüge erörtert worden. Dr. Kaufmann, der dem Buche eine lesenswerte hebräische Vorrede als Geleitsschein mitgegeben hat, liefert Inhaltsangaben der einzelnen Briefe, die dem Leser einen bequemen Ueberblick über den grossen uuübersehbaren Stoff gewähren Wir wollen nur einige wissenschaftliche Bemerkungen und Mitteilungen in Betracht nemen, die besonders hevorgehoben zu werden verdienen. S. 24 äuszert Luzzatto seine Meinung über die schwierige Stelle Gen. 20, 16. Er hält den ersten Buchstaben des Wortes niCO für ein Kaph comp, und leitet סות von הסיח (aufreizen) ab: ״Dies (nämlich die Angäbe, dasz Abraham dein Bruder ist) reizt die Augen aller, die dich sehen, so dasz sie dich zur Frau haben wollen.“ Diese Erklärung ist originell, aber recht gezwungen, doch ist es annembar, dasz jener Badicalbuchstabe zugleich ein Kaph comp, involvirt (כסות — fTlDDD)• Unklar ist der Schlusz: ״ואת כל ונכחת Es muss wol gelesen werden: ואת לכל נוכחת• Der Sinn dieses Verses wäre demnach: Und zu Sara sprach Abimelech: Siehe, ich gebe tausend Silberlinge deinem Bruder, dies sei dir wie eine Augendecke vor allen, die mit dir sind, und du bist allen gegenüber gerechtfertigt. — S. 145 bleibt die Chiffre יחיעכ״יל zu dem handschriftlichen Onkeloscommentar unerklärt; es sind die Anfangsbuchstaben der einzelnen Worte in Ps. 33, 22 (יהי חסדך יה' עלינו כאשר יחלנו לך)• — In der gewöhnlichen Bezeichnung für Gott יהקרוש ברוך הוא der, wie Luzzatto (S. 146) richtig bemerkt, im Aramäischen nur קדישא entsprechen könnte, währenddem da in dieser Verbindung nur 8 קודשא'e־ braucht wird, hält Jeiteles (S. 152) הקדוש mR Recht für ein Adjectiv zu dem stillschweigend hinzuzudenkenden השם• Dafür spricht auch das begleitende כריך הוא» das andern Gottesbezeichnungen nicht zngefügt wird. Das Hebräische hat kein Abstractum, das diesen Begriff vertreten könnte, sondern das Aramäische, wo wiederum קדישא demselben nicht entspricht, wol aber קודשא (vielleicht: שו□ קודשא) Name der Heiligkeit. Fast wäre zu vermuten, dasz die hebräische Bezeichnung ursprünglich שם =) הקדש כ״ ה הקדש) lautete, vgi. כשוסעים מפי הקודש (Sifre Ed. Friedm. 11., 310b). — In dem S. 184 mitgeteilten Gedichte Dunasch's ist Z. 11 שלא *n שלח zu emendiren (auch נגרץ ist nicht klar). — Ueber die LA. ר' בהיר für ר' האי (Ibn Esra zu Deut. 32, 39), die Luzzatto auch in einem Manuscripte aufgefunden, vgl. Jahrb. 5, S. 79, A. ***. — S. 196 erfahren wir Näheres über die Hymne von Zahlal b. Netanel (Z 3 1. אחו f. אחז) vgl. Zunz syn. Poesie, S. 481. Aus den mitgeteilten Versen ist zu ersehen, dasz in Z. 51 des von Zunz benuzten Textes das Wort במהללך fehlte, daher die Emendation in Ltgsch. S. 124, A. 4 überflüssig ist. Von hohem Interesse sind die Auszüge aus dem Vitry-Machsor S. 199 ff. Manche der mitgeteilten Stücke findet man bereits in älteren Werken. No. 11s. Amram-Siddur 5 a ff., vgl. Müller חלוף מנהגים P• 10• — No. 18 ist aus j. Berach. I., 1 (Ed. Zitomyr 6 a). Für הרחיק sezt Raschi Berach 4b ף£ק. Das Wort scheint von vaQ&ijufa

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