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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 71

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 71)
Language
German
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67 II, 79).— חניכה (Beiname, 446, col. a) scheint von pers. chane (Keilschr. avahana), Haus, Familie zu stammen; es bedeutet demnach: Familienbe- Zeichnung. — Betreffs 474) חנסנסיא, col. 1) ist der ägyptische Ursprung viel wahrscheinlicher; dasselbe ist offenbar mit dem Namen לחנס (Jes. 30, 4, ähnlich חפ־חנס — חפנחס) Stammverwandt; חנסיסיא (Targ. Jos. 3, 18) sind Sonnenschirme in der Form des Diskus, der Sonnenscheibe über dem Horusbilde. — 453) חסודה, col. 1) scheint nicht in richtiger Gestalt überliefert zu sein; vielleicht ist פסודה (von arab. fassada, zur Ader lassen) dafür zu lesen. — Die Erklärung zu der Stelle דהוו מאסיין מחתי[ לך (al. אפוי (הפוי• (Echa rab. 2,18, s. 461, col. b) ist recht gezwungen. Die Auslegung hat die Textworte . . . מי ירפא; נביאיך חזו zu ihrer Grundläge. ״Die heilen sollten, schlugen dir ins Gesicht“ (nach der LA. d. Aruch: legten dir nur ein Pflaster auf) s. Jafeh z. St. — ח0שיח (Schmuz, 467, col. 2) wird weder hier noch in Jahrb. 5, S. 126 auf seinen richtigen Ur- Sprung zurückgeführt. Es ist griech. uyvoyfrog (Schlamm, Unreinigkeit). — Dass אדרא in Ar. s. v* 3 חצב (s. p. 472) hedera ist, ist kaum zu bezweifeln. Das Wort חצובה bezeichnet jedenfalls ein Schlinggewächs und ist wol von dem arab. חצב (reich bewachsen sein) abzuleiten. — Zu חרג (468, col. b) vgl. auch syr. חורגא Sponsor. — Zu 492) חרוח a) ist das syr חרותא (ara5• garidun, Palmzweige) zu vergleichen, das auch Levy nicht beachtet. — Zu 513) חשך, col. 1) vgl. auch syr. חסך (beschimpfen). — 518) חותל col. 1) ist nach Mussafia (Napf). 3. Kritischer Commentar zu den Psalmen nebst Text und Uebersezung von Dr. H. Graetz, Professor an der Universität zu Breslau. 2 Bde. 8. Schottländer 15 u. 784 S. Es ist eine im Allgemeinen noch ungewohnte Methode, mit der der Verfasser bei der Erklärung des Schriftwortes in dem vorliegenden Commentare zu Werke geht. Er lässt sich auf die exegetische Auslegung desselben und auf die Ergründung seines Gedankeninhalts Alles in Allem nur wenig ein. Dafür aber wird die Gestalt des Textes scharf ins Auge gefasst und wo nur in demselben eine halbwegs dunkle Stelle sich zeigt, sofort eine kritische Operation vorgenommen, durch die sie in’s Licht gesezt werden soll. Die Berechtigung der Conjecturalkritik auf dem Gebiete der Bibelforschung werden selbst diejenigen, die sich zu der Inspirationstheorie bekennen und in dem Schriftworte das ewige Zeugniss des göttlichen Geistes erblicken, nicht in Abrede stellen, denn dazu ist es ja da, dass man es in seinem richtigen Sinne erfassen und mit allen Mitteln, die die Wissenschaft an die Hand giebt, zu erschliessen suche. Doch muss dieselbe, wenn sie nicht anstatt zur Wahrheit nur zu neuem Irrtume führen soll, mit richtigem Tacte angewendet und mit ernster Behutsamkeit gehandhabt werden. Wir wollen nun keineswegs behaupten, dass der Verfasser in vorliegendem Commentare über diese Forderungen, die schon in wissenschaftlichem Interesse 5*

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