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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 58

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 58)
Language
German
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54 eine haggadische These aufgestellt, nach welcher Gott ein auch nur bedingungsweise gegebenes Versprechen, so es zum Guten ist, nicht mehr rückgängig mache und als Beweis dafür angeführt, dass Gott dem Mose versprochen habe, er werde, sobald er Israel vertilge, ihn zu einem grossen Volke machen (Deut. 9, 14). Obzwar das angedrohte Strafgericht durch Mose’s Fürbitte nicht zur Ausführung kam, hielt Gott dennoch das Mosen gegebene Versprechen, indem die Nachkommen seines Enkels Rechabja zu einem grossen Stamme anwuchsen (1. Chr. 23, 15—18). B. Josef bemerkt hiezu: die Kinder Rechabja’s vermehrten sich ״darüber hinaus,“ d. h. über die Anzal von 600 000 hinaus; dies wird dadurch angedeutet, dass zur Bezeichnung der Vermehrung hier dasselbe Wort wie Exod. 1, 7 gebraucht wird und die Kinder Israels, von denen dort die Hede ist, doch in solcher Anzal aus Aegypten auszogen. וא״ר יוחנן משום ר' יוסי כל דבור ודבור שיצא מפי הקב״ה לטובה אפילו על חנאי לא חזר בו מנא לן ממשה רבינו שנ' הרף ממני וגו' ואעשה אותך לגוי עצום אע״ג רבעי משה רחמי עלה ובטלה אפ״ה אוקמה בזרעיה שג' בני משה גרשום ואליעזר ויהיו בני אליעזר רחביה הראש ע' ובני רחביה רבו למעלה• ותני(תני.1) רב יוסף למעלה מששים רבוא כתיב הבא רבו למעלה וכתיב התם ובני ישראל פרו וישרצו וירבו♦ Auch im Targum z. St. werden die Worte: ״Und die Kinder Rechabja’s vermehrten sich in steigendem Masze“ im Sinne dieser Deutung paraphrasirt •ובגין זבותיה דמשה רבו בני רחביה וסגיעו לעיל מן שתן רבבון ״)Zum Lohne für die Verdienste Mosis vermehrten sich die Kinder Rehabja’s und ihre Anzal betrug mehr als 600000“). In Num. rab. c. 16 (Ed. Wilna § 25) wird die talmud. Auslegung vollinhaltlich aufgenommen und noch hinzugefügt, dass 600000 Bene-Rechabja, die jenseits des Flusses Sambatjon wohnen, zur Zeit der Erlösung mit den übrigen Zerstreuten Israels in Jerusalem sich versammeln werden. Die Bene Rechabja sind es, die Eldad Bene-Mosche nennt und von denen er erzält, dass der Fluss Sambatjon sich in ihrem Gebiete befindet (s. Jellinek Bet-Ha-Midr. III, 10 u. d. anderen Recensionen). Dass ihre Anzal 600000 beträgt, ist auch dem Gaon Zemach bekannt (s. Jahrb. 4, S. 124 A. 3), aber er verwechselt sie mit den Leviten, die Nebukadnezar in’s Exil geführt hat und deren Spur natürlich nur in den Euphratgegenden aufgesucht werden könnte 1). Die Benu-Musa Eldad’s gehören nach Abessynien und waren Nachkommen der Bene Rechabja. Der Hauptstamm derselben ist es nun, der von lange her in Arabien und zwar zunächst im Gebiete des alten Midjan und in den angrenzenden Gegenden, wo die Bene Keni, als deren Stammvater Jetro, der Schwiegervater des Mose, erscheint, ihre Wohusize hatten, sesshaft war und von dort aus sich weiter verbreitete. Durch die erwähnte talmudische Auslegung gewinnt man erst das rechte Verständniss für die Bemerkung des Chronisten, die ihr zur Stüze dient. Rechabja wird zwar als Name eines Levitenstammes noch zweimal genannt (24, 21; 26, 25), aber die Bemerkung, dass die Söhne *) Vgl. auch Aktan di Mar Jakob (Ed. Carm. p. 22).

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