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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 53

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
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darauf hinweisen, in dem hebr. Citate ein Wort; für יכניע רבום muss □יבנע מפני רבי gelesen werden. Der Mann von Einsicht, wird also hier gesagt, beugt sich, d. i hält sich bescheiden gegenüber den vielen (die ihn sehen); er sucht nämlich kein Aufsehen in der Oeffentlichkeit zu erregen, währenddem der Thor plözlich in das Haus seines Nebenmenschen einfällt und ihn durch sein Erscheinen überrascht. Der hebräische Text dieser Yerse ist von den andern Texten nicht abhängig, dass dieselben aber der Originalschrift entnommen sind, kann deshalb doch nicht behauptet werden. IX. Hekim Jakob, Leibarzt des Sultans Mohammed ZI. Was Carmoly (revue Orient. II. p. 127) und Grätz (Gesch. S. 215) von Hekim Jakob — nach Angaben in Hammers Geschichte des osmanischen Reichs — zu erzählen wissen, reducirt sich darauf, dass Mohammed II. ihn als Leibarzt an seinen Hof berufen und später zum Defterdar erhoben hat. Hekim soll auch nachher zum Islam übergetreteu und zur Veziers-Würde erhoben worden sein (Carm. 1. c.). Beiden ist aber eine jüdische Quelle unbekannt geblieben, in welcher über ihn ausführlichere Nachrichten gegeben und in hebräischer Sprache Decrete des Sultans an ihn mitgeteilt werden. Das mit Decreten belegte Referat befindet sich in den Responsen des R. Samuel de Medina T. 4 (zu Ch. Mischp.) No. 364. Es wird zwar der Name Hekim’s nicht genannt, aber es braucht Kundigen nicht erst bewiesen zu werden, dass dieser Bericht sich auf ihn bezieht. Derselbe ist folgenden Inhalts: Ein angesehener jüdischer Arzt (Hekim Jakob), der von der judenfreundlichen Gesinnung der Sultane gehört hatte, verliess seine Heimat und liess sich in Adrianopel, der Residenzstadt Murad’s II., nieder1). Dort lernten ihn dem Sultan nahestehende fürstliche Personen kennen und er wurde an den Hof berufen. Besondere Gunst fand Hekim bei dem Prinzen und nachmaligen Sultan Mohammed II, der sich von seinem Vater ausbat, ihn in seiner nächsten Umgebung zu haben. Als dieser nach Murads Tode (1451) 2) den Thron bestieg, wurde Hekim’s Ansehen immer grösser. Im ויבא לגור בא״י(באינדירני •1) ובא המלך מוראד אל המקום אשר (*■ המלך שוכן שם בעיר מלכותו הי[א] אינדירני 2) Der Todestag Murad’s (Donnerstag, 10. Moharem 855 d. Hegra) wird in folgenden Worten angegeben □ביום ה‘ לשבוע י‘ לחדש הנקרא אצל

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