Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 50

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 50)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2418846-2418857--1189-2420081
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

46 es ist aus seinem literarischen Nachlasse, der zumeist kabbalistische Auslegungen von Schriftstellen und Haggada’s enthielt, nur ein kleineres Werk (י(ס£רא דצניעוהא דיעקב das Proben derselben darbietet, veröffentlicht worden und man kann nur den damaligen Zeitgeschmack, dem dieses Aufspüren unfassbarer Mystik in dem einfachen Bibelwort zusagte, in Anschlag bringen, um zu begreifen, wie diese allerdings von tiefer Vertrautheit mit der Lurja’schen Kabbala zeigende Schrift dankbare Leser finden konnte. Die Verehrung galt mehr der Persönlichkeit des Verfassers und gründete sich daranf, dass die Lurja’sche Schule seiner Zeit in ihm einen Vertreter hatte, der sowol in die in ihrem Kreise gepflegte Wissenschaft völlig eingeweiht war als auch in seiner eigenen Lebensführung ihre Lehren zur vollen praktischen Ausführung brachte. Jakob b. Elieser1) Aschkenasi2) Temerls war in Worms geboren3) und kam von dort nach Russland, wo er in Lublin die Vorträge des Rabbiners R. Jakob hörte4) und seinen dauernden Aufenthalt in Kremeniec fand. Zu seinen Schülern gehörte in lezterer Stadt Wolf b. Jakob Epstein, nachher Rabbiner in Friedberg5) und wahrscheinlich Juda Löb, 1669 Rabbiner in Holleschau6). Seit 1660 befand sich Jakob Temerls in Wien7), wo 1662 Meir Stern, später Rabbiner in Fulda, seinen Umgang genoss8) und seit 1666 der Wiener Rabbiner R. Gerson Ulif mit ihm in persönlichem Verkehr stand9). Persönlich bekannt war er auch dem Frankfurter Rabbiner R *) Den Namen des Vaters haben einige Approbationen. 2) S. Approb. von Samuel Kaidenower und Isak Aboab, Binjamin b. Matatia 29 «1 טהרת הקדש b. 8) Titelblatt. קבלה היא בידי בשם הגאון ר' יעקב תעמרליש מלובלין (קב הישר (4 c. 45). Die Vermutung, dass der in c. 35 erwähnte R. Jakob (Berab) derselbe sei (J. M. Zunz Ir ha-Zedek S. 125), ist irrig. In 13 0' דצניעותא b nennt er Jakob von Lublin seinen Lehrer. 5) In seiner aus Friedberg datirten Approb. sagt derselbe: ראה ראיתי את החבוי־ אשר אזן מוהר״י טעמרלש והיה דר בקהלתי ק״ק קרעמניץ• Diese Angabe ist nur dahin zu verstehen, dass Kremeniec die Heimat Ep- Steins war (vgl. über denselben auch Zunz z. Gesch. und Lit. S. 271, Anm.). 6) S. dessen Approb. גם הסבים הגאון המקובל מוה״רר יעקב טעמרלש שנת התיי׳ך ל0״ק (י (Ch. Bachner 7 אור חדש b), s. folgende Anm. ידעתיו לשעבר בהיותי אמון אצלו בק׳י׳ק ווינא שנת הת“כב (״• 9) Approb. datirt 1668:שהייתי עם המחבר זצ״ל באמנה ג' שנים שיה אחר של• Cr• U. 1660 das Wiener Rabbinat erhielt (Gastfreund, die Wiener Rabbiner, S. 62) und nicht anzunehmen ist, dass er Jakob T. erst einige Jahre später kennen gelernt, so muss wol dieser inzwischen seinen Aufenthalt gewechselt oder sich auf Reisen befunden haben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.