Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 44)
- Language
- German
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40 der sie hergestellt wurde, einzelne Ungenauigkeiten sich vorfinden, ist bereits gezeigt worden. Nimmt man an, dass שש עשרה der zweiten Stelle aus שחים עשרה verschrieben ist, dann zeigt es sich, dass in dem Jahresdatum 5080 blos die Zal der Einer durch Nachlässigkeit des Copisten ausgefallen und חמשת אלפים ומאה ישמנים ושמנה zu lesen ist. Das Jahr 5088 a. m. 1428 ist Alphons’ 12. Regierungsjahr. Da nun die Daten stimmen und das Factum durch einen Gedenktag fixirt ist, kann der Erzälung, die im Stile der Esterrolle gehalten ist, troz der märchenhaften Zuthaten, die sie enthält, ein historischer Kern nicht abgesprochen werden. III. Biblische Textkritik in der rabbinischen Literatur» Unter den Grammatikern hat Ibn Ganach, unter den Exegeten Ibn Esra am meisten bei der Erklärung schwieriger Bibelstellen von der Kritik Gebrauch gemacht. Sie wissen zwar beide, wo sie zu kritischen Conjecturen greifen, ihre Ansichten so zu verbergen, dass man diese als solche nicht erkennt, aber dem kundigen Leser bleibt ihre eigentliche Meinung kein Geheimniss. Sonst blieb im Allgemeinen die Masora die alleinige Autorität in Fragen der biblischen Textesgestaltung. Dennoch trugen noch in den späteren Jahrhunderten Männer, die auf dem Standpunkte einer bedingungslosen Anname der alten Tradition und Glaubensanschauung standen, kein Bedenken, an Stellen, deren Wortlaut nach der Masora keinerlei Schwankung unterworfen ist, abweichende Lesearten in Betracht zu nemen nnd selbst in eigenen Conjecturen sich zu versuchen. Wir glauben uns nicht im Besize sämmtlicher hiefür vorhandener Belege zu befinden, doch wollen wir es nicht unterlassen, einige uns bekannt gewordene Beispiele hier anzuführen. •Mose der Punctator (דרכי הנקוד Ed. Frensdorf p. 7) nimmt auf die von Parchon und Kimchi tradirte LA. ת1חךן (für תותח Job 4L 21) Rücksicht, obzwar er sie auffallend findet. Es scheint, dass auch Imanuel v. Fermo nur diese LA. gekannt hat, indem der Reim in dem Verse שנאת הנכבד לבני פרחחי שנאת הדג אל התוח (Makameö, Ende), in welchem das lezte Wort התוחה lauten muss, auf dieselbe zürückführt. — Das Manchen nicht ganz klar erscheinende חדשים (Job 32,19) emendirt der sonst zumeist von Ibn Ganach abhängige Parchon (s. 0. אוב) io □הרשי> wonach 'אובות ח thönerne Krüge (כדיסשל חרש) bedeutet; ihm folgt Jesaia de Trani bei Schwarz Liber Ijobi pag 59. — Abrabanel geht in seinen Erklärungen zu