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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 38

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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34 1507 scheint er diese Stelle aufgegeben und sich in einer grösseren Gemeinde niedergelassen zu haben1). Eine unbezweifelbare Angabe giebt deutlich zu verstehen, dass er Rabbiner in Krakau gewesen ist2). Er ist derselbe R Jakob, der 1522 in Krakau von dem königlichen Hofchirurgen Samuel wegen einer gegen ihn erhobenen angeblich ungerechten Beschuldigung, die eine Ehescheidung zur Folge haben sollte, gerichtlich belangt und weil er an dem ihm zur Eidesleistung aufgetragenen Termine nicht erschienen war, mit einer empfindlichen Strafe bedroht wurde3). Es darf als gewiss angenommen werden, dass er den vielen böhmischen Juden, die nach dem Regierungsantritt Sigismund I. (1506) sich in Polen niederliessen und in war daselbst gewirkt habe. ר' עקיבא מאובן * נתבקש בישיבה של מעלה סביב לשנה רנ״ו והרביץ הורה בחרו של הגאון מו״ה יעקב פולק ז״ל אשר היה אביר פה בוטן ההוא כמפורש בספר יוחסין in der Quelle, auf die sich der Verfasser beruft, wird nun ein Datum nicht angegeben, es könnte aber sein, dass Pollak an Stelle des Rabbiners R. Pinchas, der 1495 aus dem Leben schied (s. Gal-Ed. No. 50) nach Prag berufen wurde. Auch aus Resp. Meir Padua No. 35 geht hervor, dass Jakob Pollak in Prag Rabbiner war, wol aber nicht gemeinschaftlich mit dem daselbst neben ihm genannten R. Elia, der wahrscheinlich mit dem Zeitgenossen Israel Brunas (s. dessen Resp. No. 277 ff.) identisch ist. 1J Zur Zeit als er mit Abraham Minz in Fehde stand (S. 33) war er Schulhaupt in Polen (ר״י במלכות פולוניאה) (Ihn Jachja 1. c.) Da diese wahrscheinlich erst nach dem Tode dessen Vaters R. Juda ausbrach, so ist Jakob Pollak’s Wirksamkeit in Polen erst in der auf das Jahr 1508 folgenden Zeit mit Sicherheit zu vermuten. Auch Gans rechnet ihn zu den berühmten Männern des Jahres 1509 und meldet, dass er einst in Prag Rabbiner gewesen sei ('ן(בבר היה ראש הישיבה וכ woraus zu schlieszen ist, dass nach seinen Traditionen Pollak den Prager Rabbinatssitz verlassen hat. Wenn sein Schüler Schachna, der Rabbiner in Lublin gewesen und 1558 gestorben ist, nicht in Prag, sondern in einer polnischen Gemeinde in Pollaks Schule gewesen ist, so muss dieser 1512 bereits dort seinen Aufenthalt gehabt haben, vgl. auch die folgende Anmerk. 2) isseris Torat ha-chattat in, 3 יבבאן ק״ק קראקא הטבחים נוהגין היהר לבתחלה זאומרים שבך הורה להם מ ה ר" קי פולק ז״ל והנחנו להם מנהגם מאחר שכבר הורה להם חוקן ויש להם' על מי מי שיסמוכו• 3) J. M. Zunz, Geschichte der Krakauer Rabbinate, Anh. p. 15, nach Urkunden aus dem dortigen Stadtarchive. Die Identität beider vermutet auch Rabbinowitz □הערות ותקוני p• 26. Dieser Arzt Samuel ist vielleicht derselbe, der in Zem. Dav. Th. II a. 1494 שמואל דיקטור genannt wird. Dieser war seiner Zeit der einzige Arzt in Bosnien und Polen, der die Syphilis gefahrlos zu heilen verstand.

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