Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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Rechtsfalles einen heftigen Federkrieg geführt haben, an welchem sich mehr als hundert Rabbiner beteiligt hatten1). Allem Anscheine nach war er ein Schüler des R. Jakob Margoles2) in Nürnberg, mit dessen Sohne R. Isaak5) er gleichzeitig etwa seit 1490 in Prag das Rabbineramt bekleidet hat 4). Um Persönlichkeit auch in Gal.-Ed., No. 118 genannt) und besonders Straszun in Finn’s 309 קריה נאמנה ff. Auf die von Menachem Merseburg und den deutschen Rabbinen eingeführte Erschwerung wurde von den orientalischen Rabbinen keine Rücksicht genommen (vgl. Samuel de Medina Resp. zu Ebenha־Eser No. 203). 1J Ibn Jachja 51a nach einer Tradition. Beide Gegner sollen in einem Jahre gestorben sein. Da nun Jakob Polak 1541 (s. S. 36) aus dem Leben schied, so wäre demgemäsz auch der Tod Abraham Minz’s in dieses Jahr zu sezen. 2) Vgl. Wiener in Frankels Monätsschr. 1868 S. 345 ff. Da sein angeblicher Schüler Jakob Pollak bereits 1490 Rabbiner in Prag war (s. A. 4), so kann nur der Nürnberger Rabbiner dieses Namens gemeint sein. 3) R. Isak wird von Ibn Jachja (50 b) zu den groszen Gelehrten Deutschlands gezält; er schrieb eine Vorrede zu dem von seinem Vater verfassten סדר הגט (Isserls a. a. 0.), von welchem Elia Menachem Chalfan, Enkel Josef Kolons, eine ausführlichere Recension in Händen hatte (s. Resp. Mose lsserls No. 56). Eine Abschrift derselben, die mit Glossen von R. Mose Isserls versehen war, citirt R. David Oppenheim in einem Gutachten (Resp. 11 פנים מאירוח, No. 68 wo רא״א in רמ״א zu emendiren ist vgl. No. 69). R. Josef Kohen schreibt das Werk, das zu seiner Zeit in vielen Abschriften verbreitet war, dem Sohne zu. נמצא תשובה מבוארת בספר גטין שחבר מהר״ר אייזק מרגליות שכתב שאותה תשובה העתיק אליו כמ״הרר יעקב מרגליות מתשוב' מהר״ר מן בכרך מווידמש (Resp. Scheerit Joseph No. 36, woher vielleicht die Angabe: R. Jakob Margaliot (Worms) bei Zunz z. Gesch. S. 194). Dasselbe ist wahrscheinlich auch im Anhänge dieser Responsen- Sammlung (Ed. Krakau 33b) gemeint: מצאתי בקובץ שחיבר במהר״ר אייץק מרגליות ז״ל שכתב שאביו מה״ררי מרגליות ז״ל העתיק ממה״ר מאן בכרך ז״ל• Menachem Bachrach, dessen Responsum mitgeteilt wird (54 a ff.), stand als junger Mann noch in persönlichem Verkehr mit dem a. 1427 verstorbenen Jakob Levi Möln (s. Resp. Mose Minz No. 25 vgl. auch ib. No. 4 u. 63). Isak Margoles (st. 1525) hatte zwei Söhne, Moses und Jakob (s. Gal.-Ed. No. 76). Ersterer war vielleicht der Vater der ib. No. 74 u. 75 genannten Männer und Grossvater von Mose Margoles (No. 104). 4) Vgl. Isserls 1. c. Z. D. a. 5290. In der genealogischen Schrift מטה אהרן (abgedruckt in הנשר IV, p. 112 ff.) wird berichtet, dass der um 1496 verstorbene Akiba von Ofen zur Zeit als Jakob Polak in Prag Rabbiner 3