Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 216)
- Language
- German
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212 Kabbalisten machten sie zum Vehikel mystischer Betrachtungen, Volksschriftsteiler stellten sie in gemeinfasslicherWeise dar und diesen Schriften schlossen sich dann die unvermeidlichen Commentare, Supercommentare und Glossirungen an, in denen das Einzelne kritisirt, beleuchtet und weiter ausgeführt wurde. Diese jezt schon auf mehr als anderthalb Nummern angewachsene Literatur ist es nun, von der in vorliegender Schrift eine vollständige Zusammenstellung und genaue bibliographishhe Beschreibung geliefert wird. Der Verf. hat dieselbe mit Kennerblick durchmustert und selbst einschlägige Arbeiten, die nicht als besondere Schriften erschienen sind, verzeichnet. Das Fehlende ist in Halberstamm’s Brief, der schäzbare Nachweisungen enthält, und dann auch mit vermehrtem Inhalte von dem Verf. selbst in קוופזרס הרכיבם s. 25—27 nachgetragen Das mit den Worten אעןא משל ואחורה beginnende Lehrgedieht Saadja’s, das Salomo b. Terochim (bei Pinsker Likute II. S. 18) und den Schülern Menachems (השוביח Ed Stern p. 72. vgl. Dukes נחל קדומים S. 3) bekannt war, wurde wol nicht erwähnt, weil von demselben blos die drei ersten Zeilen sich erhalten haben. Auch in diesem scheint die Anname, dass die 613 Sazungen eben so vielen Buchstaben des Dekalogs entsprechen, Ausdruck gefunden zu haben.1) üebergangen wurden: 1) □רימזים /!למצות בסדר הרמ״ב in מרגליות טובות Ed. Ven. 1665, 62 a—62 b. 2) die yüdisch-deutsche Darstellung des Thariag von Zadok b. Ascher Wahl (Ed. Amst. 1699). Wahl ist auch der Herausgeber des in demselben Jahre unter dem Titel מורה צדק erschienenen Registers von Salomo b. Elieser (s. No. 17j. Ein Jahr später edirte er in Sulzbach das Buch von den Herzenspflichten (vgl. die Approbationen und die Nachschrift 100 a).2) 3) ein für den Jugendunterricht angelegten Auszug aus Chagis’ אלה המצות von Gedalja Teikus (תורת קטן erster Th. s. ף in der ersten Zeile אשא משל ואהוד טפסר אותות ומופתות muss für לטפסר das keinen Sinn giebt, ein anderes Wort gestanden haben. Reifmann (1 הכרמל• s. 245) will בעשר dafür sezen, wahrscheinlicher ist es jedoch, dass ט0סר aus מספר verschrieben ist Unter אותות sind hier Buchstaben zu verstehen wie in dem Einleitungsgedichte zu der arabischen Illustration des Dekalogs (רוכב ערבות Anh. la) in der Stelle: ד^א חנית עשרת כעשרת לבראשית כל ועשר הספירות לוסודותיו ואותותיו יסודות שלש עשרה ושש מאות •קרות• Das Wort ומופתות ist von אותות trennen und bildete wol den Anfang der zweiten Zeile die vielleicht ursprüngüch ומופתות אשר לא נראו בכל דתות lautete 2) Eine von ihm angefertigte deutsche Uebersezung dieses Buches ist ungedruckt geblieben (s. Jahrb. III. S. 190). Aus den Nachrichten, die er