Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 215)
- Language
- German
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211 sprechende Nachweisung geboten wird. Es ist leicht begreiflich, dass maü sich’s in späteren Zeiten mit dem Glauben an die Richtigkeit dieser Ziffern nicht genug sein liesz, sondern an der Hand derselben eine specielle Auf- Zahlung der einzelnen pentateuchischen Gesezesbestimmungen vornahm. Es konnten auch nicht alle die Untersuchungen, die nach dieser Richtung hin angestellt wurden, zu den gleichen Resultaten führen. Bald mussten Normen, deren biblischer Ursprung sehr fraglich ist, dazu dienen, die Lücken, die sich bei der Zälung ergaben, auszufüllen, bald Einzelbestimmungen eines Gesezes den Charakter in sich abgeschlossener Sazungen erhalten, damit bei derselben die von Vorneherein gegebenen Ziffern sich heraussteilen War es aber einmal zu speciellen Darstellungen der 613 Vorschriften gekommen, so konnte es auch an verschiedenartigen Bearbeitungen nicht fehlen. Ihre Erklärung und Nachweisung wurde der Inhalt besonderer Werke, den Halachaforschern dienten sie als Leitfaden für die Darstellung der Gesezeslehre, Religionsphilophen untersuchten nach der gegebenen Reihenfolge ihre inneren Gründe und Motive, Dichter besangen sie in poetischer Rede, מצינו בשאר מציה שבחורה zu lesen, ist nicht plausibel. Das Wort מצעי stand ursprünglich hier, war jedoch in verkürzter Schreibung durch 'מצ dargestellt, das fälschlich für }/מצווח עשה מ״ angesehen wurde. Für יך)ךו hat der Jalkuttext והלא, das selbst aus ולא entstanden ist. Wir erhalten danach das durchwegs klare : ולא מצינו בתורה Ußd es wäre nur noch zu zeigen, wieso das Zalzeichen ע dafür J. bereits שלש hat, in den Text hineingeraten ist. Achten wir darauf, dass der zweite Theil des in Rede stehenden Ausspruches am Schlüsse des Absazes mit denselben Worten noch einmal wiederholt wird und zwar im Nameu R. Gamaliels und dass nach M. Maccot 3 derselbe einem anderen als Simon b. Asai angehört, so lässt sich wol annemen, dass in einer später in den Text hineingetragenen Randglosse ersterer Name durch die Chiffre ך״ג bezeichnet war und das ך dann als scheinbar überflüssig weggelassen wurde. Den mit רבן גמליאל אומר beginnenden Ausspruch am Schlüsse des lezten Absazes kann man, da er zu der in demselben dargelegten Erörterung in keiner Be- Ziehung steht, ohnehin nur als einen Nachtrag ansehen, der den unter dem Namen Simon b. Asai’s angeführten Ausspruch in verbesserter Gestalt darstellt und statt seiner in den Text eingefügt werden sollte. Er ist auch nur in unmittelbarem Anschlüsse anR.Jehuda’s Ausspruch □מגיד שהיו שטופי בך□ an seinem Orte, da er demselben gegenüber statuiren soll, dass man bei dem Genüsse des thierischen Blutes Ekel empfinde. (Für שאי[ בבל המצות קל ממנו tat m. Mac. שנפשו של אדם קצה ממנו• Die LA~ הותה f• קצת ha Jeruschalmitexte war, wie aus dem Citate in חרושי מ' קדושין Ed. Konst. 25 d zu ersehen ist, auch im Babli vorhanden).!4*