Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 212)
- Language
- German
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208 denselben enthaltenen alten und seltenen Werke, unter denen auch einige Unica Vorkommen, näher beachtet zu werden. Eine Specialität, die wir sonst gar wenig vertreten finden, bilden die arabischen Handschriften in hebräischer Sprache (No. 89 — 108), die einen Einblick in ein fast ganz unbekannt gebliebenes Literaturgebiet eröffnen. Der Verf. beschränkt sich nicht blos auf die genaue Beschreibung und Inhaltsangabe der einzelnen Handschriften, sondern untersucht oft das Verhältniss derselben zu den andern gedruckten oder ungedruckten Texten und theilt, soweit wir aus den ihnen entnommenen Stellen und Citaten ersehen, so ziemlich alles Bemerkenswerte aus denselben mit. Besondern Fleiss hat der Verf. auf die Registrirung der synagogalen Dichtungen, die in den aus Jemen stammenden Codices gesammelt sind, verwendet, wobei die sonstigen Angaben über dieselben untersucht und verglichen werden. Da auch über die Herkunft und Geschichte der einzelnen Codices Angaben gemacht werden, dürfte es nicht überflüssig sein, zu bemerken, dass No. 13 (S. 4 Menachems Wörterbuch) im J. 1794 von Satanow in der Vorr. zu dem Sam. b. Meir vindicirten Psalmen-Commentar angeführt wird. Dass er die Handschrift gesehen hat, ist kaum glaublich. Bensew (Vorr. zu אוצ״הש) bat vielleicht die Wiener Handschrift vor sich gehabt, Juda Jeiteles (s. ל׳ח P• 251), diese und ein zweites Manuscript, das er selbst besass. — Menachem b. Abraham (S. 8) ist vielleicht Sohn oder Verwandter des Selichadichters Abr. b. Menachem (Zunz Ltgsch. S. 349). Auch ח״ר מנחם in No. 37 (S. 18) scheint dasselbe zu sein. — Die Formel ו״וו״ל (S. 11) ist vielleicht א׳ ך, י^ןך לו (Jes, 50,9)? — Ueber Lazar Fried (S. 12) vgl. auch meine Mittheilung in Ben-Chananja 6 S. 340, Resp. תשובה מאהבה No. 421 und Moses Sofer Resp. im Anhang zu Ibn-Migasch- Sehebuot-Comin. Ed. Pressburg 39 b. — Der Besizer des Ms. Qu. 1 (S. 15) ist vielleicht der Sohn des Verf. der Resp. Binjamin Seeb (s.Jahrb.I, 89 A.2). — Das Citat סמ״ק אחד (S. 18) stammt aus dem Buche Menahel (s. Kolbo. No. 143). — Ueber Salomo Melgueiri (S. 24 A.) vgl. Wolf bibl I. 2007 III, 2007. Asulai (שה״ג ^d. Benjakob I. No. 125) nennt denselben שמואל ש׳לם — •בן ר' משח מלגוייי־י (S• 29) ist Bezeichnung für Jakob (Gen 33, 18). — יב״ין (S. 32) scheint Jakob b. Isak Nunez-[Vaez] zu bezeichnen (s. Titelbl. zu דעתזקנים Ed. Livorno 1783). — Das Gedicht gegen einen Kabbalisten (S. 35) ist edirt (8. עץ הדעת Ed. Ven. 35 b und daraus neuerdings von Kirchheim in נחלת יהודח Lemb. 1873 Vorr.). Nach אמינת חכמים (Ed. Zolk. 42b) ist es gegen den annonymen Corrector und Glossator der Commentarien zu פרק שידה ^Ed. Mantua) gerichtet. — Von den Ritualcompendien Jesaia de Trani’s (s. S. 32) liegt eine vollständige Probe in dem edirten Theile zu Berachot (Warschau 1864 nebst Ritba zu Pesachim aus