Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 208)
- Language
- German
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204 Zemach (Einl. z. Hiob-Comm. ־ ,(משפט צדק;Abraham Schalom (נלה שלום Absch. 3), Mose Chabib (Comm. zu 80 בח״נלח ^ול״םa ff) ausführlich und mit selbständigen Raisonnement besprochen (besonders musste Chabib 82 b ff. berücksichtigt werden'); Auch Obadja Sforno widmet demselben eine specielle Untersuchung (אור עמים c. 9 u. 11). Wir müssen es uns hier versagen, den Inhalt dieser Arbeiten zu reproduciren und wollen nur bemerken, dass dem Verf., wenn er dieselben gekannt hätte, ein reiches Material zu Gebote gestanden und manche ,weitläufige Auseinandersezung erspart geblieben wäre. Derselbe ist mit seinem Gegenstände zwar völlig vertraut, doch leidet die Concision der Darstellung darunter, dass diese manchmal etwas in’s Breite ausgedehnt und mit stylistischem Aufpuz überladen wird. Das Buch hat übrigens den Vorzug, dass die in demselben besprochenen Stellen nicht erst einer Nachprüfung unterzogen werden müssen; auch bietet es manche treffende Aufklärungen (s. S. 25 ff. S. 79 A. 110 u. a.). Dass Saadja sich gerade wegen der Karäer auf die Tradition berufe (S. 10), wird kaum anzunemen sein. Für diese war ja damit nichts bewiesen, es hat ja auch nichts Auffälliges, wenn der Gaon Talmudstellen eine autoritäre Bedeutung zuschreibt. — Den Ausdruck ההכרח לה צדק (s. S. 108 A. 172) hat Bachja aus Saadja’s Emunot, wo in c. 4 (Ed. Fürst p. 91) der zweite Theil der Ueberschrift והצדק וההכרח lautet. Der zu lösende Widerspruch besteht darin, dass Gott nicht gerecht sein könne, wenn er den Menschen für sein Thun verantwortlich macht, währenddem dieser nicht anders handeln kann, als es durch die Notwendigkeit, der er folgen muss, bestimmt ist (vgl. Em. p. 94 und 73). Warum Abraham Ibn Daud so eifrig für die Theorie von den Mittelursachen, durch welche Gott seinen Willen vollführt, eintreten soll, dass er über Diejenigen, die an solche nicht glauben, den Fluch ausspricht (S. 113), ist unbegreiflich. In der That nimmt Ibn Daud mit den Worten ומי שיחשיב וילת ןך־ (Em. ram. p. 86 Z. 13 u.) nur den Begriff מחשכה בלולחו (das) wieder auf. Er will also sagen: Wer beim Gebete seine Gedanken auf ein anderes Wesen als auf Gott richtet, den trifft der Fluch Gottes. Die Uebersezung Weil’s: Wer hierüber anders denkt u. s. w., beruht auf einem Missverständnisse, doch hat auch er die Stelle so aufgefasst, dass das Gebet zu Mittelwesen als fluchwürdig bezeichnet wird (In der Uebers. S. 111 Z. 24 1. ohne einen Gedanken an ein anderes Wesen u. s. w.) — Was die בעלי ההגדלה anlangt, deren Theorie Ibn Daud (1. c. p. 88) Rechnung tragen will, so sind dieselben eher als Gegner, denn als Anhänger des Verkettungsprinzipes anzusehen. Wie aus den Worten וזאת ההגדלה יותר גדולה ממה שיאמר שבימות הראשון מצאו אלה הפריטים השפלים zu ersehen ist, konnten diese zur Anname von Mittelwesen sich nicht verstehen, weil dieselbe eine Schmälerung der in dem göttlichen Willen ruhenden Allmacht involvirt (vgl. p. 83 z. 16 v. u. ועל דרך חהגדלה)• J• 11• sucht sich offenbar mit ihnen auseinanderzusezen. Dass alles Thun auf dem Wege der Verkettung seine Ursache in dem Willen Gottes hat