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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 207

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 207)
Language
German
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203 119) in anderer Form wiedergiebt. Zweifelhaft ist es noch, ob ״die Geheimnisse der verbotenen Eheverbindungen“ zu der gnostischen Syzygienlehre gehörten (S. 159). Auch ist es recht bedenklich, in der Stelle כשאתם מניעי! אצל אבני שיש טהור אל תאמרו מים מים (Chag. 14 b) שיש טהור in שחיה zu emendiren (S. 167). Wenigstens darf man mit gleichem Rechte wagen, dafür אבני[כ] שיש בתהום zu lesen, da das Wasser des Meeresabgrundes aus Steinen hervorströmt, die in denselben versenkt sind (בהו אלו אבנים המפולמות המשוקעות בתהיס שמה! יוצאין המים (ib• 12a) Der Zweck dieser Mahnung war, der irrigen Meinung vorzubeugen, dass, wie die Quellen des Abgrundes sich nicht erschöpfen und in sich selbst ihren Ursprung haben, es so mit dem Weltall überhaupt sich verhalte. Es sollte nicht als Natur, sondern als Schöpfungswerk, das durch den Willen Gottes entstanden ist, angesehen werden. DieOphiten lehrten in der That, dass die Weisheit sich in das Chaos verlor und den Demiurg, Jaldabaot (— 1° (1(י-לדא דבהותא die Materie versenkte, sich dem Höchsten entfremdete. In einer ähnlichen Anschauung scheint auch der Irrthum Ben- Soma’s bestanden zu haben (Chag. 15 a), aus dessen Worten sich entnemen liess, dass der freie Gottesgeist in der aus ihm emanirten Schöpferkraft oder in dem hylischen Chaos, in den er sich hinein versenkt , fast aufgegangen war. Die vom Verfasser gegebenen Anregungen lieszeu sich noch weiter verfolgen, doch ist, da es sich hauptsächlich darum handelte su erweisen, dass die gnostischen Theorien zumeist platonischen und neupythagoräischen Ursprungs sind und dies dem Verf. auch wol gelungen ist, hier auf Einzelnes nicht weiter einzugehen. 27. Die Willensfreiheit und ihr Verhältniss zur göttlichen Präscienz und Providenz bei den jüdischen Philosophen des Mittelalters von Dr. Ludwig Stein, Berlin, Itzkowski 1882. 8. 8 u. 112 S. Der Verf. liefert eine Darstellung und zugleich auch eine Kritik der Theorien, die in den Schriften der jüdischen Religionsphilosophen über dieses und die daraus sich ergebenden Probleme vorgetragen wurden, wie er denn auch für einzelne hierüber ausgesprochene Gedanken uud Lehrsäze oft ältere Quellen nachweist oder sie durch verwandte Aussprüche griechischer und arabischer Philosophen belegt. Der Gegenstand wird auch von Simon b. *) בהותא aram. für בהו•

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