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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 203

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 203)
Language
German
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199 Der Inhalt dieses Werkes liesze sich noch nach mancher Richtung hin vervollständigen, doch war es dem Verf. weniger darum zu thun, allerhand specielle Notizen zusammenzutragen, als den allgemeinen culturgeschichtlichen Charakter, von dem die mittelalterliche Judenheit beherrscht war, darzustellen, und in dieser Hinsicht ist er seiner Aufgabe auch vollkommen gerecht geworden. 26. Blicke in die Religionsgeschichte zu Anfang des zweiten christlichen Jahrhunderts. 1) Der Talmud und die griechische Sprache nebst zwei Excursen a. Aristobul, der sogenannte Peripatetiker b die Gnosis, von Dr. M. Joel, Rabbiner der israelitischen Gemeinde zu Breslau. Breslau, Schottländer 1880. 8. 7 u. 177 S. Das Buch bietet mehr als der bescheidene Titel verspricht. Es sind nicht einzelne ״Blicke,“ durch welche hie und da Manches erschaut wird, das von andern Betrachtern der Geschichte jener Zeit nicht erkannt und wahrgenommen wurde, die hier in ein winziges Ganze zusammengefasst werden, sondern gründliche und gedankenvolle Abhandlungen , die über viele dunkle Gebiete Licht verbreiten, deren Beziehung zu einander es nahe legte, sie in einem Bande zu vereinigen. Die Reihe derselben wird mit der Besprechung des vereinzelt dastehenden Berichtes, nach welchem der Pentateuch durch ein Collegium von fünf Schriftgelehrten in’s Griechische übersezt wurde (Soferim I, 8) eröffnet. Nicht zu übersehen ist, dass der Passus □בחמשה זקני sowohl in einer Handschrift als auch im Tractat Sefer Tora (Ed. Kirchheim) feit und in lezterem die Aussage auf die Septuaginta bezogen wird. Da, wie der Verf. nachweist, diese Boraita aller Originalität bar ist, so braucht auch die Zahl fünf weiter nicht urgirt zu werden (vgl. Jahrb. 4. S. 68). Aus Tractat Sefarim (Ed. Schönblum I, 8) scheint hervorzugehen, dass die 70 Uebersezer jedes Buch besonders übertrugen, und überdies dann auch den griechischen Pentateuch als Ganzes niederschrieben.1) An die Akylas’sche oder eine andere Version kann wenigstens der Verf. dieses Tractates nicht gedacht haben, da er die Septuaginta später als die erste Uebersezung entstanden sein lässt und beide in die Zeit des Ptolemäus versezt. — Belangreicher ist die zweite Abhandlung, in welcher der Verf. nachweist, dass erst zur Zeit Trajan’s der Versuch gemacht wurde, das Griechische, das in älterer st zu« וכתבי לי תורה אחת וכל אחת בס״ע ושבע וע״ב תורות Für ל •וכתבו וב‘ כל אחת ואחת בפ״ע ושוב ע״ב ת׳ lesen

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