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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 201

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 201)
Language
German
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197 In Kap. 4 (S. 107—126) ist die Zusammenstellung der in jüdischen Quellen enthaltenen Daten über die Handelsreisen der Juden in Deutschland besonders beachtenswert. Auch über die Erziehung der Knaben werden manche bisher unbekannt gebliebene Angaben eruirt. Die Notiz S. 116 A. 2 bezieht sich nicht gerade auf deutsche Juden allein, vgl. Samuel v Falaise bei Or. Sar. II. 114 b. — Aus dem folgenden Kapitel (S. 127 -177) wollen wir besonders auf die aus christlichen Poesien und Kanzelreden des Mittelalters zusammengestellten Aeuszerungen über die Juden, sowie auf die Erklärung der Ur- Sachen, auf welche die nach der Zeit der Kreuzzüge unter den deutschen Juden hervorgetretene mystische Richtung zurückzuführen sind, besonders aufmerksam machen. Dass die Kleriker ihre Präbende den Juden zu verkaufen pflegten (S. 131), geht auch aus 0. Sar. II. 247 hervor. — Zu 151 A. 2 vgl. auch Resp. M. b. Bar. Ed. Prag 517. — Ueber das Messiasjahr 1240 (S. 165) vgl. meine Notiz in Kobak’s Jeschurun d. Th. 6. S. 206. - Die Auszüge aus dem Buche der Frommen (S. 178—198) gewähren eine klare und geordnete Ueberschau über den Inhalt dieser reichen Sammlung ethisiher und ascetiseher Lehren, welche für die Geistescultur jenes Zeitalters oft sehr charakteristisch sind. — Aus dem genannten Werke und aus verwandten theilweise handschrittlichen Quellen werden in Kap. 7 (S. 199-227) zalreiche Stellen angeführt, die uns mit abergläubigen Vor- Stellungen jenes Zeitalters bekannt machen, wobei der Verf. oft auf ähnliehe Anschauungen, die damals auch in der christlichen Welt vorhanden waren, hinweist. Zu S. 203 A. 4. vgl. auch Malkiel Ed. Przemyt 10 b (ל(יהיה שט ר יי או שד die Bezeichnung ברושה ^at aach ein Ms. bei Asulai מדבר קדמות Buchst. א No. 33. Wie ein Werwolf (s. A. 7) aussieht, erfährt man aus R. Ephraim’s Pentateuch-Comm. (bei Asulai דבש ל0י Buchst. ן No. 15). — Dass Derjenige, der in Hoschana-Nacht den Schatten seines Kopfes nicht sieht, in demselben Jahre sterben muss (S. 206), gilt schon für Nachmani zu 4. B. M. 14, 9 als bekannter Volksglaube. Nach Ahron Kohen (Orch. Chajim 78a No. 15) soll dies schon in einer haggadischen Bemerkung zu dieser Stelle angegeben sein Sonstige Zeugnisse sind in der Einleitung zu מקיץ רדומיס Ed. Mantua 1648 zusammengestellt. — Ueber קיטאנא bei Raschi Sabb. 66b vgl. auch Landau מרפא לשון z• St.; vielleicht ist darin i ncantam ent um (enchantement) zu erblicken. — Das Wort ״Hunerprit“ (S. 215 A. 8) bedeutet bei den Späteren so viel als Agonie. Isak Euchel bemerkt hierüber (Ist nach dem jüdischen Geseze das Uebernachten u. s. w. S. 15): die Juden pflegen von Jemanden, der für todt gehalten ward und wieder erwacht ist, Zusagen, er habe in der ״Hünerplet“ gelegen. Dies erkläre ich mir von dem deutschen Hinbrüten u. s, w. In der jüdisch-deutschen Schrift ברך אברהם von Abr. b• Jechiel aus Halberstadt (Ed Wilhelmsdorf 1731, 16 b) wird in einer Erzaiung gesagt: דעי• גאנצי עולם האט גימיינט עיר ויער שויןסויט איין טייל

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