Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 198)
- Language
- German
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194 gütige Vorträge abgeschlossen wurden, בבא biess, geht aus dem Passus ואחרמו תלחיהון עלי באביה Resp. Schaare Zedek 95 b No. 10 hervor. Der Verf. hat die Aufgabe, die er sich gestellt hat, so nach allen Richtuugen hin vollständig gelöst, dass, soweit nicht weitere handschriftliche Entdeckungen zu erwarten, die Forschung über Ibn Ch. als abgeschlossen gelten kann.1) 25. Geschichte des Erziehungswesens und der Cultur der Juden in Frankreich und Deutschland (10—14 Jahrhundert) von Dr. M. Güdemann, Rabbiner und Prediger in Wien. Wien 1880. 6 u. 299 S. So sehr die Juden während der Zeit des Mittelalters in ihren religiösen Institutionen das Altherkömmliche zu bewahren und nicht nur im öffentlichen Gottesdienste und in den sonstigen cultuellen Handlungen, sondern auch in ihrer ganzen Lebeusweise den überlieferten Brauch festzuhalten suchten und die weitere Entwicklung des alten Ritus überhaupt mehr in der wachsenden Ausgestaltung als in der inneren frühere Gewohnheit verdrängenden inneren Umbildung bestanden hat, so haben sie doch, ungeachtet der den wechselseitigen Verkehr und Ideenaustausch hemmenden Abschlieszung und Ausschlieszung, welche sie auf sich selbst anwies, ihre Empfänglichkeit für fremde Denkweise und Lebenssitte nicht verleugnet. Schon dadurch, dass sie überall, wo sie wohnten, die Landesspräche sich aneigneten, und nicht minder durch ihre Handelsthätigkeit, durch welche sie nicht nur Vermögen, sondern auch vielfache practische Kenntnisse sich erwarben und endlich dadurch, dass sie dem Einflüsse der bestehenden Verhältnisse sich nicht entziehen konnten, hatte ihre Cultur im Abendlande, obzwar in dem eigenen Religionsbewusstsein wurzelnd, doch bald ein europäisches Colorit angenommen Im Uebrigen lassen sich wenigstens in der Geistesbildung und literarischen Thätigkeit der in den germano-fränkischen Ländern wohnenden Juden während der genannten Periode nur geringe Spuren der Einwirkung externer Richtung und Anschauung nachweisen; eine directe Anlehnung an fremde Muster, wie sie *) Wir nemen hier Veranlassung, die uns zugekommene Studie des Hrn. Dr. Harkavy, betitelt: Fragment von der arabischen und hebräischen Vorrede Saadias znm אגרון 'D, zu erwähnen. Von dem früher mit der Erklärung der siebenzig (oder neunzig, s. Debarim Atikim p. 2) Wörter