Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 196)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2418846-2418859--1102-2419993- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1Ö2 24. Studien und Mittheilungen aus der kaiserl. öffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg von Dr. A. Harkavy, dritter Theil. Leben und Werke des Samuel Ibn Chofni, Rectors der talmadischen Akadamie in Sora. St Petersburg 8 8 u. 60 S. An dem Abendhimmel des untergehenden babylonischen Gaonats, leuchten noch einige hellglänzende Gestirne, die dessen ganze Periode mit ihrer Lichtfülle überstralen und den Morgen einer neuen Entwickelung des jüdischen Geisteslebens verkünden. Die Gaonen Saadja, Scherira uud Hai haben eine für die Zukunft bedeutungsvolle literarische Thätigkeit entfaltet und ihnen reiht sich als ein ihnen fast ebenbürtiger Fachgenosse der Schwiegervater des lezteren, Samuel b. Chofni, an. Seine Schriften sind bis auf wenige zum grössten Theile von dem Verf. der vorliegenden Biographie erst entdeckte Ueberreste ein Raub der Zeiten geworden, doch lassen auch diese zur Genüge erkennen, dass Ibn Chofni nicht nur das Gebiet der jüdischen Wissenschaft beherrschte, sondern auch in fremden Literaturkreisen sich heimisch gemacht und sein Wissen mit Gedankenklarheit zu durchdringen , mit Geschmack und Methode zu ordnen verstanden und in Fragen, die die Denker und Schriftforscher beschäftigen^ ein selbständiges , von unbefangenen Freimut geleitetetes Urteil besessen hat. Eine Darstellung seines Lebens und seiner literarischen Wirksamkeit konnte wegen des Mangels an zureichenden Daten bis jezt kaum versucht werden. Soweit eine solche mit Hilfe derselben und des von Hrn. Dr. H. zu Tage geförderten handschriftlichen Materials zu ermöglichen Avar, wird sie in vorliegender Schrift uus dargeboten. Was nun die äuszeren Lebensumstände Ibn Chofni’s anlangt, so scheint der Biograph eine Schwierigkeit, die aus der Angabe Ibn Daud’s, dem alte Chronographen (unter welchen auch der von H. übersehene Israeli zu nennen ist), folgen, hervorgehtי sich nicht genügend klar gemacht zu haben. I. Ch. soll nach derselben vier Jahre vor dem Tode seines Schwiegersohns Hai, der selbst das hohe Alter von 99 Jahren erreicht hat, gestorben sein. Da er nun sicherlich ein älterer Zeitgenosse derselben gewesen ist und eine Corruptel von י״ך in ך wegen der Pluralform שנים nicht angenommen werden kann, so bleibt nur zu vermuten übrig, dass Ibn Daud über diesen Punkt nicht genau unterrichtet war. In den Anmerkungen werden alle nur irgend wie zu dem Gegenstände gehörigen Einzelnheiten gründlich erörtert. In A. 15 (S. 12) wird mit Recht hervorgehoben, dass in der Bemerkung Josef b. Eliesers zu Ibn Esra (Comm. zu Gen. 3, 1) unmöglich die von demselben erwähnte Widerlegung. J. Ch/s enthalten sein kann. Es scheint, dass diese in den Worte Ahron b. Elia’s (כתר תורה z• st•) וזה אי אפשר שיעמוד המלאך נגד רצון השם wiedergegeben wird. Bei Viterbo (s. □טעם זקני P• 21) ist das Ganze in Verj