Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 195)
- Language
- German
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191 in sich schlieszende Meditation beginnt nach ואמרתי (Z. 7). In dem Bewusstsein, dass er auf seine Verdienste sich nicht berufen könne, bittet der Dichter (Z 22־), dass Gott mit ihm Nachsicht und Langmut üben möge Für 27) כסף Z. 4) 1. בסר (der Schiffsbalken ist mit Pech überzogen) Die erste Silbe (p. 28 Z. 6) gehört noch zu Z. 5 und das lezte Wort (Z. 7) zu Z. 7. Für באדמה Z. 9 'בא zu lesen. Die Worte ויון את דברי על ענק מלכו רבדהו p.54 z 2v. u. sollen woi bedeuten: der Grieche hat mit meinem Worte das Geschmeide seines Königs geschmückt. Aus dem folgenden Verse: ״ich habe in seiner Weisheit ermessen, was er selbst nicht ermessen hat,“ ist zu ersehen, dass Samuel damit ausdrücken will, er habe auch in der griechischen Philosophie Manches geleistet. Vor אה (p. 82 Z. 10) ist das in der Hdschr. noch kennbare אל בל zu emendiren. Der wörtliche Sinn dieses Verses ist: Wehe um den Bruder, der wie ein erbarmender Vater meine Liebe in Besiz genommen (d. h. auf dieselbe Anspruch gehabt hat). Ueber das Besuchen der Gräber (S. 84 Z. 3) vgl. auch Jahrb. 1.51 und Luzzatto Divanp.42 A. 10. In dem dunklen Verse (p. 93, 1— 3) wird darauf hingewiesen, dass der Besungene die Freundschaft die ihm angeboten, nicht zurückgewiesen , nicht dem gegrollt habe, der die Herzen mit den Pfeilen der Liebe treffe. Für צעקני (P• 07 Z. 3) ist viell. ציערני (»Sie hat mich betrübt“) zu lesen; Z. 19 ist wol ״) ועדיund mein Zeuge ist“) zu punctiren. Vor קול (p. 100 Z. 7) ist בבתיך und vor עלה Z. 8 כסף einzuschalten. Die Lücke (p. 108 Z. 5) ist durch חיי והיא auszufüllen. In No. 15 (p. 120 Z. 8) 1. בין i ״) ביןerkenne die moralischen Eigenschaften, die von verschiedener Abstammung und von so naher Verwandtschaft sind, indem sie alle in der Armut wurzeln“). Die mittleren zwei Verszeilen in dem Spruchgedichte (S. 141 No. 87) sind durchaus nicht unverständlich, wenn in derselben der passende Nachsaz zu dem Vorangehenden erkannt und in Z. 4 יצר כמותם אל באדמתו als der richtige Text angenommen wird. In wörtlicher Uebersezung lautet dann dieser Lehrspruch: Suche einen Mann, der weise, angesehen und reich ist, geh’ und wohn’ ihm gegenüber. Du findest da ein besonderes Wunder, wie dergleichen Gott wenig auf seiner Erde erschaffen hat (da nämlich diese Eigenschaften selten in einer Person vereint sind) u. s. w Das Spruchgedicht p. 143 No. 94 wird von Dukes (z. rabb. Spruchkunde S. 20) aus Josef Kimchi’s versificirter Perlenlese mitgetheilt. In No. 122 ist Z. 2 viell. nach dem Textmaterial in folgender Weise herzustellen נגיד שאף כמותו יש בניניו («ein Fürst, der auch seinesgleichen unter seinen Sprosslingen hat“). No. 136 (p. 156) lautet im Zuchtspiegel (Ed. Offenbach 8b) ganz anders und ist kein Grund vorhanden, dass dieses Gedicht dem Nagid zugeschrieben werde.