Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 186)
- Language
- German
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182 In beiden Schriften - in No. 1 mit ausgesprochener Absicht — wird auch der Lebensgang Ibn Esra’s in Betracht genommen und die Abfassungszeit einiger seiner Schriften einer kritischen Untersuchung unterzogen. Ueber Ibn Esra’s Alter und Todesjahr hat sich eine Notiz erhalten, in welcher angegeben wird, dass er Montag Neumond Adar I. 4927 (= 2. Februar 1167) ’) im Alter von 75 Jahren gestorben ist. Dieses Datum wird auch von Steinsch. (S. 64) als richtig anerkannt} doch hält er die Zal von 75 Lebensjahren für unsicher , obzwar schon nach Bieti, nach dessen Ueberlieferung Ibn Esra während seiner Krank־ heit den Umstehenden gegenüber die betreffende Bemerkung gemacht haben soll (Midrasch meat 99 b), daran nicht zu zweifeln ist. Nun soll der Monat Adar allerdings in dem Epigraph zum Pentateuchcommentar, der im Jahre 1167 vollendet wurde, Vorkommen, allein diese Variante steht vereinzelt da und das Wort אך־ך hat eigentlich keinen rechten Plaz in dem Epigraph.* 2) Ein Glossator schrieb es wahrscheinlich an den Band, um das rätselhafte Datum ביים טיבה ישמחה zu erklären. Mit diesen Worten wurde sicherlich ein Neumondstag bezeichnet und zwar mit Anspielung auf den Namen des Monats Tebet durch טובה der Neumodstag desselben , der in diesem Jahre auf einen Freitag fiel. Die Richtigkeit der sämmtlichen hier besprochenen Daten dürfte troz der Punkte, mit denen die Worte ־־־ ת:5קיד אסורים die übrigens nur die übliche Bitte um die zukünftige Erlösung ausdrücken — kaum mehr in Zweifel zu ziehen sein.3) Nachdem es nun auch nicht sehr wahrscheinlich ist, dass er in hohem Alter, kurz vor seinem Tode, sich von Rom aus noch auf weitere Reisen begeben hat, so wird man wol auch mit der Anname , dass er daselbst sein Grab gefunden hat, nicht fehl gehen. Der Einwand , dass auch die grammatische Abhandlung S a f a berura gleichzeitig mit dem Pentateuch-Commentar beendet worden sein soll, bedarf, da sonst alle Momente eher dafür sprechen , dass sie nicht in Rom geschrieben wurde, obwol St. (S. 64) wenigstens noch eine Prioritätsfrage der Erwägung anheimgiebt, kaum der Widerlegung. Das Epigraph passt seinem Inhalte nach nur zum Pentateuchcommen- ף Nach Grätz (Gesch. 6. S. 451) und Zunz (Sterbetage S. 4) fiel dieser Tag auf den 23. Januar; so früh kann aber der Adar-Neumond überhaupt nie eintreten. 2) Für die Leser, die gleich mir Friedländers Essays nicht besizen , sei bemerkt, dass dasselbe in beiden Ausgaben von Ibn Esra’s שפת יתר abgedruckt ist. 3) Das wegen des Reimes gebrauchte ואברהם ןקן im Einleitungs-