Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 182)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2418846-2418859--1088-2419979- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
178 Bemerkung in der Glosse zu 5 M.3,13 stammt von R. Mose v.Coucy,s.מנחת יהודה z. St. — Die in 4. M. 11, 35 zuerst angeführte Stelle aus der Mechilta ist nicht verloren, vgl. Mech. Ed. Friedm. 24 b (מרים המתינה למשה ^עה י*(אהת וב' zu 2• M. 6, 14 ist מבילחא irrtümlich statt פסיקתא angeführt (vgl. den Zusaz im Raschi-Comm. z. St., Pes. d. R. Kah. Ed. Buber Einl. p. XV. A. 5 Bam. rab. c. 13).— Die Bemerkung über das Citat in Hapardes p. 24a (S.63A. 10) hat bereits Reifmann in 18 המגידp. 314. Im 3 Kap. wird der Charakter der exegetischen Schriften R. S.’s von allen nur möglichen Gesichtspunkten aus in so gründlicher, klarer und vollständiger Weise dargelegt, dass eine weitere Untersuchung hierüber kaum noch Erhebliches zu Tage fördern wird. Betreffs der in Geheimschrift gegebenen Erklärung des Tetragrammatons, über deren Sinn eine misslungener Erläuterungsversuch in 0' הקנה von Josef b. Kosman (Ed. Amst. 1793, 35a) vorliegt, ist auch Chiskuni z. St. nachsulesen. Ein Widerspruch gegen die talmudische Halacha ist hier nicht beabsichtigt, da durch לשון אדנות ומלכות genugsam darauf hingewiesen wird, dass die Lesung des Wortes keine buchstäbliche ist, wenn auch diese Benennung des göttlichen Wesens für die Menschen bestimmt ist. - Was (S. 120 A. 4) über Bedeutung des Wortes סןל bei R. S. gesagt wird, wird auch durch Koh. Com. 3, 13 bestätigt. — In dem Anhänge ( S. 156 ff.) sind die Nachweise über die R. S. eigentümlichen Wendungen und Ausdrucksformen für literarische Untersuchungen besonders beachtenswert. 19. Das Hohelied Salomo’s bei den jüdischen Erklärern des Mittelalters. Nebst einem Anhänge: Erklärungsproben aus Handschriften von Dr. Siegmund Salfeld, Berlin, Benziau 1879, 8. 8 u. 180 S. Wie die alten Nachrichten über die endgiltige Aufname des H. L.’s in den Kanon es nicht undeutlich zu verstehen geben , war dieselbe , die ihm wegen des Autors, als dessen Werk es überliefert war, nicht gut verweigert werden konnte , doch nur unter der Voraussezung erfolgt, dass hier religiöse Betrachtungen in allegorischem Bilde sich darstellen. Sollten nun Zweifel an dem diesem Buche dadurch aufgeprägten Charakter der Heiligkeit vermieden werden, dann muszte diese Auffassung stets der Erklärung desselben zu Grunde gelegt und neben dem Sinne der einzeluen Wörter und Säze auch die sinnbildliche Beziehung derselben erforscht werden. Auch Commentatoren, deren exegetisches Gewissen sonst gegen ein Deutungsverfahren , durch das der einfache Wortsinn verdunkelt wird, sich auflehnte , sahen , um den Schleier der Rätselhaftigkeit, der über diesem Buche ausgebreitet zu sein schien, zu heben, sich veranlasst, mehr oder minder derartige Auslegungskünste zu Hilfe zu nemen. Der Weg der Deutung, auf welchem nach unabweisbarer