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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 178

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 178)
Language
German
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174 18. R. Samuel b. Meir als Schrifterklärer von Dr. David Rosin. Breslau 1880 (Jahresb. d. jüd. theol. Sem.) 8. 158 S. Als Commentator einiger Abschnitte des babylonischen Talmuds war Samuel b. Meir schon seit Jahrhunderten bekannt; dass er sich auch mit Bibelerklärnng befasst hat, konnte man lange nur aus einigen, in jüngeren Werken erhaltenen Citaten ersehen. Die Würdigung seiner exegetischen Leistungen konnte aber selbst in einer Zeit, in der eine verkehrte Geschmacksrichtung vorherrschte, nicht ausbleiben, sobald man nur Gelegen־ heit hatte, dieselben in gröszerem Umfange und Zusammenhänge kennen zu lernen. Wie hoch R. David Oppenheim, der Besizer des Manuscriptes, aus welchem R. SamuePs Pentateuchcommentar edirt wurde, denselben schäzte, kann man schon daran erkennen, dass er von den vielen handschriftlichen Werken, die er besasz, nur dieses eine der 0Öffentlichkeit zu übergeben sich entschlossen hat.1) Kundigen Lehrern konnte es nicht entgehen, dass der Text, trozdem schon in der ersten Ausgabe manche Schreibfehler stillschweigend berichtigt wurden, doch an Correctheit viel zu wünschen übrig lasse, und so wurden dann in den späteren Editionen noch manche Veränderungen mit denselben vorgenommen, jedoch die Handschrift selbst nicht weiter zu Rate gezogen , wie denn auch in dem Supercommcntar, mit dem er schon frühzeitig bedacht wurde, blos die nicht immer glücklich gehandhabte Conjecturalkritik das Wort führt. Bei dieser mangelhaften Beschaffenheit des Textes, in welchem das Hauptwerk Samuel b. Meir’s voriag, konnte auch die historische Betrachtung sich vielfach nur auf unsicherem Boden bewegen. Bei der überragenden Be deutung des Mannes, dem unter den nordfranzösischen Schrifterklärern unstreitig die Palme gebührt, konnte es allerdings nicht ausbleiben, dass diese oft auf ihn hingelenkt wurde, indess begnügte man sich damit, besonders beachtenswerte Erklärungen und charakteristische Aeuszerungen aus seinen Schriften hervorzuheben, einzelne Angaben, die über sein Leben und Wirken sich erhalten haben, gelegentlich ausfindig zu machen und allgemeine Urteile über seine Leistungen auszusprechen. Seinen eigentlichen Biooraphen hat er erst in dem Verf. der vorliegenden Schrift, der ihn zwar nur als Schrifterklärer darstellen will, aber doch auch auf seine sonstige Leistungen eingeht, gefunden. Zunächst wird (S. 3—9) der Lebensgang R. Samuel’s über welchen l) Bei seinen Lebzeiten wurde aus seiner Bibliothek, jedoch aber nicht auf seine Veranlassung, blos noch der Seraim-Commentar des R. Ascher b. Jechiel edirt (Altona 1735). Aus den Glossen des R. Elasar von Worms zu den Psalmen wird in seinem Namen von Isak Zoref (Vorr. zu מאזני צדק Ed. Dyhernfuth 1707) eine Bemerkung mitgetheilt.

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