Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 176)
- Language
- German
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- Arrian 1× ep/1024741
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172 Identität des talmudisclien הובעיא mit Omana oder vielmehr Homna und ebenso die Anname, dass עמונאי (Kid. 72a) die Omanen bezeichne (S. 26 A. 3}, unterliegt keinem Zweifel (vgl. Blau 225 ff ). Das mesenische Omana ist derselbe Ort, der bei Jakut (a a. 0.) Numania genannt wird. Es ist auch durch Blau’s Darlegungen zur Gewissheit geworden, dass die Bevölkerung Mesenes grösstentheils Einwanderern aus den benachbarten arabischen Gebieten entstammte Strabo 16, 1 unterscheidet im Süden von Babylonien die Chaldäer von den mesenischen Arabern. — Für die Emendation Neubauers (Kid. 72a s. S. 27 A.) spricht wol der Zusammen־ hang das., allein wenn Samuel wirklich erklärt haben soll, dass hinsichtlich des Conunbiums Nieder-Apamea als Grenze gegen Mesene anzusehen sei, kann er unmöglich gelehrt haben, dass die Bedenken wegen der zweifeihaften Abstammung auf die mesenischen Juden keine Anwendung finde (Kid. 72b s. S. 31 A.) Man scheint schon in alter Zeit diesen Widerspruch gefült und daher in obiger Stelle mit Absicht eine Aenderung vorgenommen zu haben. In Ar. sv. אי£מיא wird א״ר פפא בי שמואל citirt. In j. Jebamot wird in der That lezterer Ausspruch einem anderen Autor zugeschrieben, was vielleicht als Beweis dafür gelten mag, dass auch über die Grenze zwischen Babylonien und Mesene die Meinungen Bab’s und Samuel verschieden waren. Der Yerf. lässt (S. 30) nichts daran merken, dass lezterer mit sich selbst in Widerspruch gerät. — Die מבאי (Bewohner von Gabiane S.3I A.) sind dieselben, die Kid. 71a als Gibeoniten hingestellt werden (vgl.auch Blau34t A. 2);l) דור וניחא ^a8״ scheint /hqbdwrtg bei Arrian hist ind 41, 6 zu sein, das Blau mit Teredon identificirt (327 A. 31. Doch ist es mir mehr als wahrscheinlich , dass das von Jakut (a. a. 0. S. 409) erwähnte Dawwaran gemeint ist.2) Bedenken gegen Aufname von Palmyrenern in die jüdische Gemein* Schaft müssen, daDosab. Harchina’s erst nachdrücklich beteuern muss, dass dagegen nichts einzuwenden sei (s. S. 83 A. 1) jedenfalls schon vor dem Bar-Kochba’schen Aufstande vorhanden gewesen sein. Der Bericht, dass ') In Berackot 17b nennt R. Jehuda die Gabiener thöricht (מבאי טפשאי) uu^ R• Josef weisst darauf hin, dass keiner von ihnen zum Judenthum übertrete (תדע דהא לא איגייר גיורא מיניהו)• 2 ו Dieser Ort ist nicht mit Dawardan, eine Parasange östlich von Wasit, zu verwechseln, wo nach einer Sage einst alle Bewohner an einer Pest starben und durch einen Regen wieder zum Leben erweckt wurden. Dem Propheten Ezechiel wurde daselbst ein Kloster geweiht (Jakut a. a. 0. S. 412). Mit dieser Sage hängt sicherlich die talmudische Angabe zusammen, dass Ezechiel die Todten in der Ebene bei Dura (— Dawardan) zur Auferstehung gebracht habe. (Synh. 92 b).