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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 175

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 175)
Language
German
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171 Recht an, dass das mesenische Land den Euphrat nicht einmal angestreift habe, wol giebt aber auch Strabo 16, 4 (wo nach Blau 337 A. 1 MfuorjVTj zu lesen ist) an, dass das von den Ausschwemmungen des Euphrat gebildete Sumpfland die nordwestliche Grenze desselben bildete. — Der Angabe bei Plinius VI, 27 (S. 5 A. 2 in ea dictum est de Mesene), kann der Bericht Jakuts (bei Wüstenfeld DMG. 18 S. 4*23) zur Seite gestellt werden: ״Die Gegend im Osten (von Tigris) bis nach el־Ahwaz wird Dast-Mihan genannt. Dieser einheimische Name für Parapotamia kann auch zu PliniusJ Zeit schon bestanden haben. Die fraglichen Worte müssen vielleicht lauten: ista dicitur et Demesene. — Die Seeküsten von משמחיג (R• hasch. 23a), an welchen die Perser Perlenfischerei betrieben (S. 6), werden in Joma 77a als ein Anhängsel der persischen Territorien bezeichnet. Die Griechen wussten bereits durch Nearchus von einer Insel am Anfang des persischen Meerbusens, auf welcher viele und kostbare Perlen Vorkommen (Strabo 16, 3). Jakut kennt dieselbe unter dem Namen: Kis und bezeugt auch aus seiner Zeit, dass daselbst noch Perlen gefischt werden (a. a. 0. S. 419).l) — Ueber den Untergang des mesenischen Reiches sind (S. 17) nur unbestimmte Daten vorhanden. Aus dem Berichte Tabari’s (bei Blau 327 A. 1) geht mit Gewissheit hervor, dass der erste Sassanide Ardschir dasselbe erobert Der lezte König soll Thabuz geheissen haben, welcher Name jedoch sicherlich corrumpirt ist. Für חבון muss תנו ז gelesen werden, welcher Name wol mit dem auf mesenischen Münzen vorkommenden Theon es es (8.16) identisch ist. Es wäre nicht unmöglich, dass Theoneses III. der lezte König von Mesene gewesen ist. — Dass für Fora (PlinYI,453) Forat zu lesen, braucht nicht erst als wahrscheinlich hergestellt zu werden (S. 18) s. Blau 324. — Der von einem jüngeren Geographen erwähnte mesenische Handelsplaz Apologos (S. 19 A. 3)2) ist ohne Zweifel identisch mit Ampelome (Plin 6, 159), wo Darius die gefangenen Milesier ansiedelte (vgl. Blau 328 A. 3). Mit Obolla kann dieser an der Tigrismündung gelegene Ort nicht identisch sein, denn dieses lag viel nördlicher an der Stelle, an der der Tigris sich in zwei Arme theilt (Jakut a. a. 0. S. 478), es ist wahrscheinlich derselbe Ort, den Jalkut (das.) Balgan nennt, ein grosses Dorf, an welchem die aus Indien kommenden Schiffe anlegten. Jedenfalls werden aber wol die בלאי (Kid. 70 b) Einwohner von Obolla sein. — Die mesenischen Schiffe (S. 25) werden Sab. 101a u. Bab. bat. 73a erwähnt; für sie bestand die specielle Bezeichnung ביצית (Sümpfschiffe). — Die 1) Der Name משמהיג ist viel. davon herzuleiten, dass daselbst Araber vom Stamme Gas im (Gemasimi) wohnten (vgl. Blau Ztschr. dI)MG. 23 S, 588); der Ort hiess wol גשמהיח• 2) Für voiAVjxov ist viell. nww^ov zu lesen.

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