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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 172

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 172)
Language
German
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168 Um Wiederholungen zu vermeiden und nicht ohne Not noch einmal dasselbe vorzutragen, was man bereits aus Jehuda Chajug’s Schriften erfahren kann, hat Ibn Ganach das bereits früher Gesagte in sein Hauptwerk (Kitab al-tanhik, Buch der Untersuchung, Grammatik und Lexikon umfassend) nicht aufgenommen oder es nur in Kürze angedeutet, wesshalb er seine Lehrer ausdrücklich daran erinnert, dass Chajug’s Arbeiten und seine eigenen kleineren Schriften als eine notwendige Ergänzung zu demselben angesehen werden müssen (das. p 13). Es war daher, um Ibn Ganach’s Leistung vollständig kennen und würdigen zu lernen, unumgänglich notwendig, diese, die glücklicher Weise sich zum grössten Theil noch handschriftlich erhalten hatten, weiteren Kreisen zugänglich zu machen. Es ist nun nicht zu ihrem Schaden gewesen, dass sie so lange ihrer Erlösung harren mussten, denn in so ausgiebigem Masze wäre sie ihnen früher doch nicht zu Theil geworden, als sie sie im vorliegenden Werke gefunden haben. Die Herstellung eines sauberen, correcten Textes derselben, wie er hier uns dargeboten wird, wäre allein schon ein Werk gewesen, das nur von Männern, die ebenso mit der arabischen Sprache als mit der jüdischen Wissenschaft völlig vertraut sind, zu Stande gebracht werden kann. Die Herren Herausgeber haben aber auch die Mühe nicht gescheut, denselben mit einer auch den minder Kundigen den vollen Inhalt dieser Schriften erschlieszenden französischen Uebersezung wie auch mit sachgemäszen Noten und Hinweisen zu begleiten. Ganz besonders muss noch auf die vortreffliche Einleituug hingewiesen werden, die eine ausführliche Biographie des Verfassers enthält, in welcher aber auch über seine Beziehungen zu Vorgängern und Zeitgenossen Licht verbreitet und seine Leistungen nach allen Richtungen hin charakterisirt werden. Die vielen neuen Wahrnemungen und wichtigen Bemerkungen, die in dieser Abhandlung niedergelegt sind, können hier nicht alle wiedergegeben werden; wir wollen uns daher blos auf einige nicht überflüssige Hinzufügungen beschränken. Die Identität der Familiennamen ששפורטש שפרוט (ki dem Titel einer Schrift von Salomo S. durch □שש שערי wiedergegeben), ist sehr zweifelhaft. Ersterer Marne bestand noch im vorigen Jahrhunderte in der Form שיברדט (s. Meldola Resp. 11 דברי דודb). Wenn er, wie Hr. Derenbourg mit Recht vermutet, abendländsichenUrsprungs ist, so dürfte er am ehesten aus Cypriota entstanden und der erste Träger desselben ein aus Cypern eingewanderter Jude gewesen sein. Eher kann לבראט au^ librado zurückgeführt werden, doch ist dieses nicht zu תרים *n Beziehung zu bringen. Der Name דונש (Domnus, Dominus, hebr. אדוניס! kam auch sonst in den iberischen Ländern vor (s. Luzatto virgo p. 20, Resp. Jos. Ibn Migasch No. 49, Nissim Massiot TitelbL). — Ueber die Ursache, aus welcher Menachem b. Saruk bei seinem fürstlichen Mäcen Chasdai Ibn-Schaprut in Ungnade gefallen ist, hat sich keine direkte Nachricht erhalten. Hr. D. erblickt dieselbe darin, dass Ch. in der bekannten literarischen Fehde zwischen M. und seinem Antagonisten Dunasch für Lezteren Partei genommen habe (p. IV.). Es kam nun in

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