Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 169)
- Language
- German
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165 zwischen palästinischer und babylonischer Redensweise unterscheidet Raba in Bab. bat. 73 a. — Die Anname, dass die Gottesnamen von 42 und 12 Buchstaben auf die schöpferischen Potenzen hinweisen, deren Bezeichnungen, wie Rab sie anführt, eine gleiche Anzal von Buchstaben enthalten, wird S. 17 durch gute Gründe plausibel gemacht, allein es stehen derselben doch noch gewichtige Bedenken entgegen. Den zwölfbuchstabigen Namen kennt R. Tarfon (Kidduschin 71a); er wurde den Priestern mitgetheilt, die ihn melodisch ihren nichteingeweihten Genossen zu verstehen gaben. Das geschah wol beim Aussprechen desPriestersegens (Num.6,24-27) und es wird daher kaum zu bezweifeln sein, dass mit demselben das dreimal in demselben vorkommende Tetragrammaton gemeint ist. Die Zahl 42 scheint dem neben dem Gottesnamen (Ps.68,32) vorkomraenden Wörtchen Qn (Zahlenwert= 42) ihren Ursprung,zu verdanken. Uebrigens ergeben die eigentlichen Gottesnamen, in deren Reihe das Tetragrammaton, das in zweifacher Weise punctirt wird, doppelt und אל einmal für sich, dann in Verbindung miti־^ anzuführen ist, genau die Zahl 42 (רה, יהיה׳ יהרה, אדני, אהיה אשד אחיה אל, אל ־ •(שדי, אלהים׳ צבאית~ Der Ausspruch Berachot 3a, dass beim Beginn einer jeden Nachtwache die Klage Gottes um den zerstörten Tempel wie mit Löwenstimme ertöne, wird (S. 23) weder richtig noch vollständig wiedergegeben. ״Wehe den Kindern u. s. w. ist ein jüngerer Euphemismus für wehe mir. Auch Ibn Hazm (a. a. S. 101), wo fälschlich (nach Berachot 7a) Ismael zum Autor dieses Gott in den Mund gelegten Ausrufs gemacht wird, führt ihn mit ähnlichen Worten an (״Wehe mir, dass ich mein Haus zerstörte u. s. w.“). Bemerkt musste (ib. das.) auch werden, dass das ״Gebet Gottes“ ebenfalls einer tanaitischen Hagada entnommen ist. — Dass Rab ״im Gegensaze zu Samuel“ lehre: Wer von einem Magier etwas erlernt, verdient den Tod (S.23A.148), geht aus Sab.75a (nicht: 116a) nicht hervor. Ihre Meinungen gehen blos über die Bedeutung des Wortes 8 אמגועןumeinander, das nach dem einen zur Bezeichnung eines Zauberkünsten gebraucht wird, während nacü dem andern derselbe blos Beschwörung durch Worte ausübt.1) — S. 27 A. 186 wird ein weiterer Saz Rab’s : Wer dem Rate seiner Frau nachgeht, sinkt in die Hölle hinab (vgl. Berach. 61a) ohne Grund weggelassen. — Ueber איישי (S. 32 A. 205), vgl. Jahrb. 1 S. 124. — Unter Mar Ukba’s Säzen (S. 36 ff.) hätte seine Angabe über die Transscription des Pentateuchs in assyrischen Schriftcharakteren (Synh. 21b) eine besondere Erwähnung verdient. — S. 43 wären Samuel’s Säze über den Umgang mit גדו^י ף wird von den Commentartoren durch Lästerer erklärt, es ist aber wahrscheinlich ein aus dem pers. ghadu (Zauber, Beschwörung s. Vullers I. p 498) gebildetes Wort, vgl. auch Sota 22 a.