Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 168)
- Language
- German
- Belongs to
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164 schaftliche Verwertung, die methodische Gruppirung und Darstellung des in den Quellen dargebotenen Stoffes ist eine Aufgabe anderer Art. Ein recht ansehnlicher und schäzbarer Beitrag zur Einleitung in die baby- Ionische Gemara wird in vorliegender Schrift uns dargeboten, in welcher die gesammten im Namen von babylonischen Amoräern mitgetheilten sen־ tentiösen Aussprüche und Erklärungen von Schriftstellen in Betracht genommen und die Leistungen der einzelnen Autoren auf dem Gebiete der Haggada in übersichtlicher Weise dargestellt werden. Der Verfasser hat von den zalreichen einschlägigen Stellen, die zwar nicht immer erst mühsam aufgesucht, aber doch alle genau geprüft werden mussten, fast keine unbenuzt gelassen; Lehrsprüche und Auslegungen von grösserer Interesse werden inhaltlich wiedergegeben und dadurch, dass diejenigen, bei denen eine Gleichartigkeit der Tendenz, des Ausdrucks und der Methode sich kundgiebt, einander angereiht werden, ergiebt sich dem Verfasser manche neue Wahrnemung für die Kennzeichnung der von ihren Autoren befolgten Lehrrichtung. Da die Haggada in den babylonischen Schulen nur als Nebenfach betrieben wurde und der eigentliche Boden der in denselben herrschenden Geistesthätigkeit fast ausschlieszlich die Gesezesforschung war, so wird bei einer Charakterisirung der einzelnen Autoren die Art ihres Schaffens auf diesem Gebiete besonders in Anschlagzu bringen sein. Ob jene Lehrstücke nun nicht manchmal auch eine weitere Beziehung haben, gewisse Andeutungen enthalten, die auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen sind, kann nur Gegenstand besonderer Untersuchung sein. Eine solche wird schon dadurch, dass selbe in vorliegender Schrift beinahe sämmtlich in übersichtlicher Ordnung und klarer Darstellung zusammengetragen sind, wesentlich erleichert. Man wird an derselben bei der Correctheit, deren sich der Verfasser bei seinen Angaben befleiszigt, nicht leicht etwas auszusezen finden, wenn auch unter diesen hie und da Manches vermisst wird, wie S. 3 zu den von R. Giddel im Namen Rab’s angeführten haggadischen Säzen, Synh. 98 b. Zu S. 15 über Moses7 Körpergrösze wäre auf Moed Kat. 18a zu verweisen gewesen (für ך' ההא hat, wie Jech. Heilprin sv. אביטול bemerkt, Juch. רד, welche LA. auch sonst bestätigt ist, s. Rabbinovicz z. St.)1) wo solche in groteskem Stil gehaltene Hagada's über Pharao vorgetragen werden. Für die Bemerkung über den schlechteren Ausdruck חב in M. Bab. kam. I (6 b) ist Rab’s Autorschaft nicht gesichert;!) Die Angabe, dass Pharao ein Magier gewesen, scheint R. Josef (Joma 35b) benuzt haben, um ,פרוך dnrch אמגועןי zu erklären. — Die andere Angabe war Ibn-Hazm (Kobak's Jeschurun 8 S. 94) bekannt.