Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 155)
- Language
- German
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151 besprochen sein (נגיד ומצוה Ed. Lemberg 1874 Bg. 16 וטעש ד' תיבות ׳' -כנקדישך ונעריצך כתיב בתוספתא דט' פאהs1• auch 18 ש״ע הא״ריb) der Glossator z. St, (Zemach) bemerkt, dass er Derartiges in der Tosefta nicht gefunden habe. Sohar oder vielmehr der ״treue Hirte“ (P. Pinchas Ed. Cremona II. Col. 448) kennt nur כתר יתנו לך• — Ueber den Wider- Spruch zwischen No. 18 u. 19 in Kap. 14 geht der Yerf. (S. 200) kurz hinweg. Ohne Zweifel ist א״ר לוי ־־־ שקול הדעת Intercalation von späterer Hand, wie ja in dem Tractate jüngere Bestandtheile zu erkennen sind, die dem älteren Texte, auf welchem er basirt, hinzugefügt worden sind. Ursprünglich war hier nnr M. Meg. ,2, 4, 5a sammt den dem p. T. entnommenen Schriftbelegen wiedergegeben. Von einer gesezlichen Pflicht, das Buch Ester am Vorabende des Purimtages zu lesen, weiss die ältere Zeit nichts. In Tosefta Meg. No. 2 wird ausdrücklich gelehrt, dass jene nicht erfüllt sei, wenn die Lection in der Nachtzeit stattgefunden hat (קראה בלילה לא יצא)• Wie aus dem von R. Jose angeführten Falle zu ersehen ist, wird hier die Wiederholung der Lection am Tage nicht vorausgesezt. Nach der Erklärung der Weisen ist derselbe als ein Ausnamsfall anzusehen, indem nach ihrer Meinung R. Jochanan b. Norai dies nur damals wegen der Verfolgungsgefahr sich gestalten konnte, aber sonst die rituelle Verlesung der Megilla nur zur Tagzeit stattfinden dürfe. Es muss aber? obzwar die Sitte der zweimaligen Lection noch nicht bestand, doch vorgekommen sein, dass man, um am Morgen nicht zu viel Zeit verwenden zu müssen, einen Theil des Buches schon am Vorabende las. Dadurch entstand auch die Frage, bei welcher Stelle die pflichtmäszige, d. i. Tageslection beginnen müsse (M. Meg. 2, 3). R. Jose, dessen Neigung, hier keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht gelten zu lassen, in der Tosefta (a. a. 0.) bezeugt ist, macht für leztere die weitgehendste Concession, währenddem R. Meir keinerlei Theilungen zulässt, wie dies auch aus Sof. 4, 18 erhellt (vgl. Comm. 201). Um nun die Schwankungen in der Praxis zu beheben, wurde durch R. Chanina und dann auch durch R. Josua b. Levi bestimmt, dass die Lection am Abende stattfinde und am Morgen wiederholt werde (j. Meg. 2, 4, b. Meg. 4, a), was aber, weil es gegen altes Herkommen war, den Spätem immer noch nicht einleuchten wollte und in der That erst in Babylonien praktische Geltung erlangt zu haben scheint.1) Diese Norm wird nur von dem Ergänzer des Soferimtractates aufgenommen, um den jüngeren Brauch, der mit der alten Halacha nicht übereinstimmt, l) Der Ausdruck ולשנותה schien zweideutig, weil durch משנה (dn>Tigoiaig) auch die die Lection begleitende Auslegung bezeichnet wurde (s. S. 95). R. Jeremia führt die gebräuchlich gewesenen Redeweise אעבד פרשחא ואתנייה a^s Beleg dafür an, dass man nur in diesem Sinne ihn hier verstehen kann. Im Anschlüsse an den im Namen R. Chanina’s (j. 1. c. רגיל