Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 151)
- Language
- German
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147 gekochten Linsen und Feigenbohnen statuirt. — Auch in 4, 5—19 gluabt der Yerf. eine Reihe von Yersezungen vorneinen zu müssen, ohne dass dafür triftige Gründe vorhanden sind. Man muss nur immer daran denken, dass da, wo in der Tosefta eine den Inhalt der Mischna ergänzende Ha־ lacha angeführt wird, diese sehr oft so wie sie in der Quelle sich vorfand und daher in Yerbindung mit Normen, die sich nicht direct auf den Inhalt jener Mischna beziehen, eingetragen wurden. Sicherlich bilden 5b 6 u. 7 eine Boraita, die in der Gestalt, in der sie vorlag, hier Aufname fand, obzwar nur Anfang und Ende derselben hinsichtlich des Motivs mit M. 3, 5a übereinstimmen. In 9b—13 erkennt man leicht die Bezugname auf אין נוחנין כלי חהת הנר \M. 6). Was nun 15b—18 incl. anlangt, so ist dieses Stück als ein zu No. 6 gehörender Nachtrag von zweiter Hand anzusehen. Die Tosefta hatte, wiewir dafür sogleich einen zweiten Beleg aus unseremTractate anführen wollen einen Ergänzer, der am Schlüsse der zu einem Mischnaabschnitte gehörenden Partie die von ihm aufgefunden verwandten Halachas anfügte. In den zum 4. Abschnitte der Mischna gehörenden Halacha’s ist die Stellung des Ausspruches R. Jehuda’s (22b) in der That ganz unbegreiflich. Hr. Schw. erklärt es als selbstverständlich, dass derselbe durch einen lapsus an die Unrechte Stelle geraten und ihm der Plaz vor No. 19 einzuräumen sei. In der That beginnt jedoch mit den Worten ר' יהודה אומר die Nachtrags-Tosefta zu unserm Mischnaabschnitte. An der Ordnung des Ganzen braucht sonst nichts geändert zu werden No. 20 zu בגיזי צמר No. 19 bespricht eine in M. 2a nicht erwähnte Modalität der Einfüllung der Speisen, bei welcher nach R. Simon b. Gamaliel die dort erwähnten Maszregeln nicht in Anwendung kommen, worauf in 21 und 22, wie der Yerf. richtig bemerkt, der Passus נוטל ומחזיר durch andere Beispiele erklärt wird. — Auch in c. 5, 1—6 lässt sich die Reihenfolge der Halacha’s ganz gut ohne die von dem Yerf. für notwendig befundenen Yersezungen erklären. No. 2 ist an seinem Orte, indem es an ר' יסי אוסר ן3׳ (M. 25, 2) anknüpft. No. 4 ist entweder sammt dem zu No. 4 gehörenden No. 5 als Nachtragstosefta anzusehen, in welcher M. lb, 3b erläutert und M. 4 ergänzt wurde , oder anzunemen, dass der Yerf. die von סוס handelnden Halacha’s unmittelbar nach einander stellen wollte. In 4, 6-5, 14 müssen nach des Verfassers Meinung viele Umstellungen *vorgenommen werden. Wir finden das von seinem Standpunkte aus wol begreiflich, er hat jedoch hier nicht darauf geachtet, dass dem Yerf. der Tosefta vielleicht auch die einzelnen Absäze der Mischna in anderer Ordnung Vorgelegen haben können. In Kap. 6 der Mischna, auf welche sich die bezeichnete Tosefta-Partie bezieht, ist eine solche Yersezung im Mischnatexte ohne Mühe zu erkennen. Es ist fast offenbar, dass M. 7 mit M. 5 in engster Yerbindung steht. An die halachische Norm: יוצאה אשה וכ' בשבח ובכל דבר שתתן לחוך פית ובלבד שלא חתן לכתחלה schliesst sich der analoge Lehrsaz: פורפת על האבן יב, ובלבד שלא תפרוף לכתחלה בשבת naturgemäss an (es fehlt daher auch hier das Subject 10*