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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1883-01-01 · V. und VI. (1883) · page 137

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
V. und VI. (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 137)
Language
German
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133 byzaDtinischen Reiche und zwar in Kastoria seinen Wohnsiz hatte (s vorl. Werk Einl. p 20 ff.) Das Urteil über den Standpunkt und die Leistung R Tobias wird dadurch, dass nun Herr Buber unter sorgfältigster Benuzung des gesammten handschriftlichen Materials auch diesen bisher noch ungedruckt gebliebenen Commentar zu Genesis und Exodus veröffentlicht hat, keine wesentliche Aenderung erfahren. R. Tobia hält sich, im Gegensaze zu den karäischen Schrifterklärern, deren Meinungen er nicht selten zurückweist, an die in den alten Midraschim tradirte Auslegung. Sein Commentar ist indess mehr als eine lose Aneinanderreihung ausgewählter midraschischer Erklärungen. Er findet offenbar viel Geschmack an diesen Deutungen ״den Verzierungen des Schriftwortes“ (ינואי המקרא zu Exod. 25, 8) und versteht es, sie abzurunden und an den passenden Ort anzubringen. Die Erklärungen, die er in eigenem Namen vorträgt, sind immer in ihrer Art originell, interessant und scharfsinnig (vgl. zn Gen. 9, 28; 27, 20, 29; 80, 39; 40, 23; 48, 28 *) u. a. Stellen). Sehr gerne macht er von der Anname, dass gleichartige Buchstaben miteinander vorwechselt werden, Gebrauch, um dadurch die ursprüngliche Form und Bedeutung der Wörter festzustellen (vgl. zu den Einl. p. 30 gesammelten Belegen besonders Gen. 34, 19: ,למה לשון ק ש י ט ך ק ציצה כי המעות קצוצות ה[)• Zu den meisten Stellen we rden wie im Midrasch verschiedene Erklärungen hinzugefügt, und selbst solche, die auch bei der freiesten Auslegung nicht ernstlich in Betracht zu nemen wären, notirt.1 2) Im Allgemeinen werden nur Reproductionen älterer halachischer und haggadischer Auslegungen dargeboten, ohne dass die eigentliehe Exegese ganz leer ausgeht. Was die Eruirung und Bezeichnung jener Quellen, denen der Verfasser den grössten Theil seiner Erklärungen entlehnt hat, anlangt, so hat der Herausgeber in den Noten, von denen derText begleitet wird, sich dies besonders angelegen sein lassen. Der Leser wird in demselben über die Einzelnheiten des Buches, Textvarianten, verschiedene Fassung der einzelnen Säze u. s. w. vollständig orientirt. Eine dem Buche vorangehende Einleitung enthält eingehende Untersuchungen über Heimat, Zeitalter, Abstammung, Lebensgeschichte und Geistesrichtung des Verfassers, Nachweise über die Schriften, die er in seinem Werke benuzt und anführt, wie über die Autoren, die sich auf dassselbe berufen, und eine Beschreibung der Handschriften, die der vorliegenden Edition zu Grunde liegen. Alle diese Punkte werden mit erschöpfender Sachkenntniss und mit klarer Ausführlichkeit behandelt und kaum ein Moment unberücksichtigt gelassen, 1) Die Pointe der Deutung liegt hier darin, dass der Zalenwert des Wortes טןה als Hinweis auf 17 glückliche Jahre und מאה ל' מלא zerlegt wurde (130 Jahre der Leiden). 2) Zu Gen. 20, 15 (I p. 93) wird unter Anderem bemerkt, dass מל Name eines Knechtes und נוכחת Name einer Magd ist!

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