Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 101)
- Language
- German
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97 Abfassung dem Hebräer Pinchas b. Bata zugeschrieben wird“ (vgl. Bacher in Kobak's Jeschurun d. Th. 8 S. 11 u. 16). Hier kann wol nur eine בריהא דר' פינחס בן יאיר gemeint sein. An den Midrasch Tadsche, der übrigens nur Eeine igentlich chronologische Angabe, (Ed. Jellinek in ביחמ״ך 4. S. 170 ff.) enthält, die auch in Seder Olam Sutta vorkommt, ist hier wol nicht zu denken, vielleicht aber, dass dieses bis auf den Nachtrag von R. Pinchas herrührt. Auch Jakob, der Bruder des R. Pinchas, scheint nicht ganz zu den Verschollenen zu gehören. Bekanntlich citirt Salomo b. Jerochim einen Commentar zum palästinischen Talmud von Jakob b. Ephraim (חפסיר יעקב בן אפרי□ Pinsker Lik. II. S. 14). Schorr möchte wol diese Angabe auf eine falsch verstandene Abbreviatur zurückführen (Hechaluz 6. S. 70), allein es ist nicht abzuseheu, wie ein Copist bei Auflösung derselben gerade auf diesen gar nicht so gewönlichen Namen verfallen sollte. Zudem hat Harkavy noch ein gleiches Citat an einer andern Stelle aufgefunden (jüd. Literaturbl. 7 S. 2) Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Jakob b. Abdime der Verfasser dieses Commentars war. אבדימי wurde irrtümlich □אפרי gelesen und der Verf. fälschlich Jakob b. Ephraim genannt. Der dritte Bruder, Azaria, wird in B. und C. nicht genannt. Was von חצוב» dem lezten Archipherekiten, der in unserer Quelle genannt wird, zu halten ist, ist sehr fraglich. Der Name selbst steht vereinzelt da und ist kaum ein rechter Sinn in demselben zu finden. Sollte חצוב Vielleicht in חביב zu emendiren und der Masoret Chabib (Pinsker a. a. 0. S. 29, 30, Baer und Strak a. a. 0. S. 84) ein Sohn des R. Pinchas gewesen sein, wie er denn in einem Codex (das. S. 78) in der That ר' חביב בן ר* פינחס פיפי□ genannt wird? Allerdings lautet der Name des Vaters gewöhnlich □פיפי» das mit talmud.פפיים (Papias) identificirt werden könnte, doch ist es immerhin möglich, dass □ושיפי nur ein verschnörkeltes פינחס ist* Unsere Nachrichten reichen bis in die Mitte des 8. Jahrhunderts; um diese Zeit (747) zog Acha von Schebacha nach Palästina. Vielleicht dass ihm die Würde eines Archipherekiten übertragen und die Erblichkeit derselben dadurch aufgehoben wurde. II. Zur IMHdraschkuude. Manche Midraschwerke, die nnr dem Namen nach oder durch Stellen, die in der älteren Literatur aus denselben angeführt werden, bekannt waren, sind in neuerer Zeit aufgefunden und veröffentlicht worden, bei zweien, die 7