Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 91)
- Language
- German
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87 Inhalt. Die zweite Schrift (§ 27—47 mit Einschluss von § 68, 69)x) besteht aus einer Reihe von religiösen Belehrungen in alphabetischer Ordnung. Sie ist mehr in rhetorischem Stile gehalten, die in ihr aufgestellten Regeln beziehen sich zumeist auf das moralische Verhalten des Menschen. Sie hatte ursprünglich einen besonderen Titel und ist von dem Verfasser der ersten Schrift bereits benuzt worden.* 2) Die lezte aus 83 Paragraphen bestehende Mahnschrift, die durch die an der Spitze eines jeden Sazes stehende Negationspartikei sich kenntlich macht,3) hat fast durchgängig einen sententiösen Charakter. Sie liest sich fast wie ein Spruchbuch und giebt über Manches Belehrung, das mehr in das Gebiet der praktischen Lebensweisheit als in das der religiösen Moral gehört. Allem Anscheine nach ist die zweite Ermahnungsschrift das Werk des R. Ascher.4) Später wurden ihm auch die beiden anderen mit demselben verbundenen Schriften, deren Verfasser nicht bekannt waren, zugeschrieben und das Ganze wol schon wegen dieses Autors als besonders lesenswert empfoler!.5) Aus R. Jona’s Buche über die Gottesfurcht hat auch R. Ascher’s Sohn, der Verfasser der Turirn, manchen Saz *) § 40 ist mit § 39 zu verbinden und vielleicht überhaupt est später eingeschaltet worden. .0 ףie Worte ולא יניח דבר לעשות מענץ זאת התקנה (N0. 24) kann ein jüngerer Redactor, der beide verbunden hat, hier eingefügt haben, indes ist auch möglich, dass der Verfasser der ersteren sie durch dieselben mit seinem Opus verbunden hat. § 15 und § 37 besagen beinahe dasselbe. E i n Verfasser hätte diese überflüssige Wiederholung vermieden. In der zweiten Schrift zeigt sich die Entlehnung aus R. Jona’s Bussbüchern nur in geringen Spuren. 3) Zunz a. a. 0. In § 47, der, wie die Anrede in der zweiten Person beweist, zu ihr gehört, erkennt man bald ein wol noch dem Verfasser angehörendes Vorwort. 4) Die erste hatte vermutlich den jezt der ganzen Sammlung beigelegten Titel □ארחלת חיי; zur zweiten, תקנח genannt (A 52), gehörte wol die Überschrift *הנהגות אשיי תקן הרב לבינו אשי־ זצ״ע (E<2. Mantua). Der Name der dritten ist unbekannt. 5) Mose Ohasid in Prag, (s. Hock, Gal Ed d. Th. S. 29 No. 32) sagt in seinem Testamente (II. No. 13 in דרך טובים Fd. Frankf. a. M. 26 a