Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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52 denselben in genügendem Masze gerechtfertigt wird. In v. 1—4 wird dargethan, dass Israel keinen König hat und sich von einem solchen keine Hilfe verspricht. V. 4—9 wird darauf hingewiesen, dass Mittel versucht werden, um das drohende Unheil hintanzuhalten, dass solche aber nichts fruchten. Die Versuche, den assyrischen König durch Geschenke zu begütigen, müssen dem unabwendbaren Verderben vorangehen. Wenn in v. 2 angekündigt wird, dass Israel nun in’s Verderben geraten, die Altäre und Schandsäulen werden zerstört werden (wahrscheinlich durch die Assyrer s. S. 29), so muss die Darbringung von Geschenken auf eine Zeit bezogen werden, die dem Eintreffen dieser Prophezeiung vorangeht. V. 5—7 kann daher nur als eine retrospective Betrachtung angesehen werden. Es ist, wie die Worte ,,Israel wird beschämt werden durch seinen Rathschlusz“ (v. 6) es erkennen lassen, von freiwilligen Schenkungen, nicht von einem Tribute die Rede. Da es nun nur von Menachem historisch bezeugt ist, dass er durch Gaben den assyrischen König für sich zu gewinnen suchte — 2 K. 15, 19 wird ausdrücklich bemerkt, er habe damit beabsichtigt להחזיק הממלכה בידו — so kann die Angabe, dass sich die Priester wegen der goldenen Kälber Sorge machen, sich nur auf die Zeit des genannten Königs beziehen. 1111 dritten Theile dieser Weissagung v. 9—15 führt der Prophet den Gedanken aus, dass Ephraim die Frucht seiner Thaten erntet. Die Ermahnung v. 12, die noch Hoffnung giebt, wird durch den Hinweis auf Thatsachen, die als verderbliche Folgen der Corruption eingetreten sind, begründet. V. 13 -15 erinnert an Ereignisse, die sich bereits vollzogen haben und zwar wird mit וקאם שאון ב^מך der Aufruhr Pekachs augedeutet und durch וכל מבצריך משד darauf hingewiesen, dass eben an den Festungen die Reihe ist und die kriegerische Bewegung noch nicht ihr Ende erreicht hat. Ich will die Richtigkeit dieser Auslegung dahingestellt sein lassen, doch scheint es mir gewiss, dass Kap. 10, v. 2, 3 und Kap. 7, 3—8 unter dem König kein anderer als Pekachja zu verstehen ist. Am deutlichsten geht dies aus 7, 7 hervor. Unter ״ihren Königen“, die — durch Mörderhand — gefallen sind, müssen