Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 52)
- Language
- German
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48 keit sich vollziehen wird. Die Männer Saniarien’s weiden durch’s Schwert fallen u. s. w. Die Ausrottung, der gewaltsame Tod wird das Loos Aller sein. Dass sie diesem Verhängnisse nicht entrinnen werden, wird nun in v. 14, mit dem die Rede schliesst, ausgeführt. Es ist kaum daran zu zweifein, dass vor □אפר und אגאלם Negationspartikeln gestanden haben, und dass diese von den Sopherim, die solche Drohungen im Texte nicht verewigen wollten, gestrichen worden sind. Hosea, von dem die Rabbinen selbst urteilen, es wäre kein Prophet gewesen, der so harte Worte ausgesprochen hat, als er (Sifrd II, 342), nahm sicherlich kein Bedenken, dem in seinen Sünden fortwandelnden Israel solch’ schrecklickes Unheil für die Zukunft zu verkünden. Stellt man den Text in seiner unverlezten Gestalt wieder her, כדר שאול לא אפדם מג?ות לא אגאלם וג', so erhalten die Strafreden Hosea’s mit dem Ausrufe: ״Von der Hand der Hölle werde ich sie nicht erretten, von dem Tode nicht erlösen, ich will deine Pest sein, o Tod, dein Verderben, o Hölle! Tröstung sei vor meinen Augen verborgen“ einen sehr passenden, wirkungsvollen Schluss. Kap. 14, V. 3. Für כל liest LXX כי לא, das hier unmöglieh ist. ln der Peschittho wird כל nicht berücksichtigt. Die targumistische Paraphrase קריב קרמל למשבק עוין (,,es ist vor Dir nahe die Sünden zu vergeben“) wird diesem Worte ebenfalls nicht gerecht. Die Textesfassung, die derselben entspricht wäre etwa: יכלה שא עון (Du vermagst es, vergieb die Schuld u. s. w.). Dass das ת noch zu כל gehört, ist wahrscheinlich. Vielleicht muss man lesen: כ1ש1לת[י בעוני] שא עון . — Der Passus פרים שפחינו kann unmöglich richtig sein. ״Wir wollen die Farren mit unseren Lippen bezahlen, ist ein recht geschmackloser Ausdruck, dessen sich Hosea kaum bedient hat. Sehr einleuchtend ist die Emendation in פדים נפשותינו (das Lösegeld für unsere Seele), die Krochmal vorschlägt. Der Targumist scheint v. 9 פריך wie פרין aufgefasst zu haben, denn sonst hätte er nicht gerade den Begriff der Sündenvergebung hier finden können. An dieser Stelle hat das Wort keinen Sinn, wol aber in v. 3, wo es das richtige Object zu ונשלמהלו bildet.