Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
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38 zu erkennen. Man könnte es ganz eorrect finden, dass die epische Darstellung der Urgeschichte Israels so vertheilt ist, wie es sich hier zeigt (v. 4—6, v. 13, 15. XIII. 4, 7), wenn die an die einzelnen Stücke sich anschliessenden Ermahnungen eine moralische Nuzanwendung des Erzälten enthielten oder in sonst irgend einer gedanklichen Beziehung dazu stehen würden. Da dies nun nicht der Fall ist, vielmehr v. 13, 14 zwischen 12 und 15 in fast gewaltsamer Weise eingezwängt und die Zusammengehörigkeit der oben bezeichneten Stücke ganz evident ist, so wird man es als gewiss annemen dürfen, dass ursprünglich auf v. 4, 5 die Verse 13, 14 gefolgt sind. Unmittelbar daran schloss sich wahrscheinlich V. 11 und dann XIII, 4—7 an. Daran reiht sich XII, 6, 7, 10. Die noch übrigen speciell auf Ephraim sich beziehenden Verse 8, 9, 12; 15, die in dieser Ordnung zn verbinden sind, hatten ursprünglieh zwischen 2 und 3 ihren Platz. Ehe wir nun den Text, wie er nach dieser Diorthose sich gestaltet, hierhersezen, ist es noch notwendig, denselben, so־ weit er durch falsche Schreibung oder absichtliche Umänderung Schaden gelitten hat, zu corrigiren. In v. 1 weichen betreffs des von Jehuda Gesagten die alten Versionen von der massoretischen Textesfassung ab. Für ויהודה עוד רד עם אל ועם קדושים נאמן liest LXX ויהודה עחה ידעם אל ועם קדוש נאמר ראל Pesehittho und Targum ziehen ויהודה zum Vordersaze (was zu dem trennenden Accente des vorangehenden Wortes nicht stimmt) und geben dem Naehsaze den Wortlaut: עד ירד עם אל (T. קדיש ונאמן (נאמן (T. עם (ועם . Hieronymus liest, indem er für diese LA. sich auch auf eine haggadische Tradition beruft,*) עד für עוד• Allen diesen Versionen liegt die Auffassung, dass der Prophet Juda lobend hervorhebt, zu Grunde. Auch nach den jüdischen Commentatoren soll ein Lob in *) Vgl. Mechilta 2. B. M. 14, 22, b. Sota 37a, Midrasch Ps. 114 und 68 in Jellinek’s Bet ha־Midrasch V. p. 74, Hallel-Midrasch (Ed. Jellinek ib. p. 95), Pesikta rabb. Ed. Friedmann 28 a und die in Note 34 das. bezeickneten Parallelen. Die LA י^ך ist hier, wie auch in Sifre II, 306, wo die Gelegenheit, auf sie hinzuweisen, mehr als anderswo vorhanden war, unbekannt.