Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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i6 wenn man so sagen darf, — selbst die Gottheit ihnen nichts anhaben“, denn es heisst: ״G e e i n t — mit Gözenbildern — ist Ephraim, er (Gott) lässt ihm Ruhe“״, ist aber Streit unter ihnen, was wird da von ihnen gesagt? ״Ihr Herz ist getheilt, jezt sollen sie büssen“ Hos. 10, 2 (Derech Erez Sutta c. 9).*) *) Hier scheint uns dieser Satz noch in seinem ursprünglichen Wortlaute enthalten zu sein. Die Paraphrase des Passus הנח לו lautet כביכול אץ שכינה יכולה לנגוע בהן• In Sifre 1, 42, b wird aus der Schechina ein Satan (אין השטן נוגע כחס), indem man von Gott selbst nicht sagen wollte, dass ihm etwas unmöglich sei. Dass השטן nicht ein zufälliger Fehler, sondern eine absichtliche Veränderung des ursprüngliehen השכינה i&t, beweist das hier noch stehen gebliebene רררדול, das dem Satan gegenüber höchst überflüssig ist. Gen. rab. c. 38 hat אמר ״ המקום כביכול איני יכול לשלוט בהןTanchuma zaw.7, schoftim 18 und ein jüngeres Midraschstück bei Friedmann Pesikta rab. 199 b אין מרח הרין נוגעת בהן• Oer Hintergrund dieser Haggada wird durch die Version, in der sie bei Hieronymus zu Hos. 10,2 mitgetheilt wird, beleuchtet: Tradunt Hebraei hujuscemodi fabuiam, suspicionem suam scripturarum autoritäte confirmantes. Quandiu et reges et populi pariter vitulos aureos adorabant et habebant in impietate consensum, non venit captivitas. Extremus rex decem tribnum fuit Osee, de quo scriptum est, quod fecerit quidem malum Osee in consperto Domini, sed non sicut reges Israel, qui fuerunt ante eum.Quaeritur erge quare sub pessimis regibus capti non fuerint, sed sub eo qui coeperat ex parte aliqua ad meliora converti? ad quod haec inferunt, excusabat se primum populus et dicebat, regum paremus imperiis nec possumus eorum resistere tyrannidi, columus vitulos quos adorare compellimus, in diebus autem Osee ab eodem rege praeceptum est, ne tanto Studio vituli colereventur, sed qui vellet iret in Jerusalem et in templo sacrificaret Deo, huic, ajunt, sententiae populus contradixit. Et hoc est, quod nunc dicit, divisum est cor eorum, hoc est regis et populi et nulla excusatione remanente nunc interibunt et tradentur aeternae captivitati, statin! enim ut populus dissensit a rege, venit interitus. Die Sage, dass Hosea dem Volke erlaubt habe nach Jerusalem zu ziehen und dieses von jener Erlaubniss kein Gebrauch machte, wird zwar fast ganz in derselben Form, in der Hieronymus sie mittheilt, in der talmudisch-midraschisehen Literatur vorgetragen (vgl. b. Git. 88 a und Parallelst, j. Taanit c. IV gegen Ende, Echa rab. Einl. No. 33) und zwar wird in den palästin. Quellen ein besonderes Gewicht darauf gelegt, dass Hosea gesagt habe: ״wer will kann nach Jerusalem ziehen“ כל מאן י״בעי לסי<£ק ורןק Hier (fl11* vellet iret), doch wird es erst aus der Darstellung des Hieronymus ersiehtlieh, dass die Deutung zu Hosea 5, 17 sich auf jenes angebliche Factum bezieht, was unleugbar richtig ist.