Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- V. und VI. (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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8 merkt zu גמר :גמד interpretatur rsTeXscrfi^vri i. e. consummata atque perfecta; alii &djQaxag i. e. loricas signifieari putant. Sunt qui mensuram sive amaritudinem suspicentur quod recte dicerent, si ג literam non haberet. Das Wort fiwgaxag, das dem hebr. גסר entsprechen soll, scheint in fehlerhafter Ueberlieferung auf Hieronymus gekommen zu sein. Es soll wol dr&Qaxag (גומרתא) heissen. Die Erklärung durch מר oder מדד (auf welches mensura zurückgeht) sezt, wie Hieronymus riehtig bemerkt, den Wegfall des ג voraus. Wenn erst durch eine spätere Feststellung dieses Buchstaben frühere schwankende Lesearten beseitigt worden sind, was nicht so ganz unwahrscheinlich ist, so Hesse sich vermuten, dass *תמי für גמר gestanden hat. Wie der ungenannte Erklärer in dem Namen des Buhlweibes das hebr. .Wort für Bitterkeit (מר) findet, so wird in einem Briefe des R. Abbahu von einer gewissen Thamar, wahrscheinlich einer Buhlerin, gesagt: אבל ״ תמר תמריורית בתמרוריה היא עומדתaber Thamar, die bittere, beharrt in ihrer Bitterkeit, wir suchten sie zu versüssen“ u. s. w. (ן. Meg. 3,2, vgl. Ad. Brüll Fremdsprachliehe Redensarten u. s. w. in den Talmuden und Midraschim S. 17). Von Thamar, der Schwiegertochter Jehuda's heisst es: הנה הרה לזנונים (Gen. 38, 24), wobei ein Wort in Anwendung kommt, das im Pentateuch nicht vorkömmt und zumeist bei Hosea im Gebrauche ist. Da aber die conjecturirte LA. תמר sich nicht durch ausreichende Beweise begründen lässt, so dürfte es der Wahrheit am nächsten kommen, wenn man in גמר eine Bezeichnung für die reife Frucht erblickt. In j. Schebiit 5,1 wird גמר (im Nithpael) geradezu für ״reifen“ gebraucht (אין פירוחיילם מיגמרין אלא אחר לשנים vgl.Levy, neuhebr. u. chald. Wörterbuch s. v. גמר). Nach einer in der Mischna (Nidda 5,7) aufbewahrten Nachricht bedienten sich die Weisen zur Bezeichnung der verschiedenen Pubertätsstufen der Jungfrau aramäischer Benenuungen der nach dem Grade ihrer Reife unterschiedenen Früchte des Feigenbaumes (משל משלו ״ חכמים באעה ,פגה בוהל וצמלbildliche Bezeichnungen gebrauchten die Weisen für das Weib: unreife, halbreife und ausgewachsene Feige“). Obwol die gemaristische Erklärung